Köln - Lexus ist nicht nur beim Hybridantrieb unangefochtener Vorreiter in der Automobilindustrie. Auch in Sachen Sicherheit setzt die japanische Edelmarke Maßstäbe. Mit den Spitzenmodellen LS 460 und LS 600h hat Lexus ab 2006 zahlreiche innovative Sicherheitstechnologien in die Luxusklasse eingeführt und damit seine weltweite Führungsrolle bei der Entwicklung präventiver Sicherheitssysteme zur Vermeidung von Unfällen bewiesen.
Maßstäbe setzen die Modelle der Lexus LS Baureihe insbesondere durch das “Advanced Pre-Crash Safety (PCS)” System, das vier erstmals im Automobilbau eingesetzte Fahrerassistenzsysteme miteinander verbindet und so derzeit in keinem anderen Serienfahrzeug zu finden ist. Das System kann mit Hilfe der Objekterkennung nicht nur andere Kraftfahrzeuge, sondern auch Fußgänger, Radfahrer und große Tiere auf der Straße erkennen und den Fahrer in Gefahrsituationen darauf hinweisen, ehe sie vom menschlichen Auge oder von den Scheinwerfern des Fahrzeugs erfasst werden. Das System arbeitet mit einem Mikrowellen-Radar und einer Infrarot-Stereokamera und funktioniert wetterabhängig bei Tag und bei Nacht.
Sehr viele Unfälle sind auf Abgelenktheit und Unaufmerksamkeit zurückzuführen und damit vermeidbar. Im Interesse größtmöglicher Fahrsicherheit behält der Lexus LS mit Advanced-PCS System deshalb nicht nur die Straße selbst im Blick, sondern auch seinen Fahrer. Der Gesichtsfeldmonitor kontrolliert mit Hilfe einer auf der Lenksäule montierten Infrarotkamera die Blickrichtung des Fahrers. Dreht der Fahrer den Kopf für einige Sekunden zur Seite, während die Objekterkennung ein Hindernis vor dem Fahrzeug erfasst, wird der Fahrer zunächst optisch und akustisch auf diese Gefahr aufmerksam gemacht. Reagiert der Fahrer nicht darauf, erfolgen ein leichter Bremsimpuls. Erkennt das System, dass eine Kollision unvermeidbar ist, werden der Bremsassistent und der neuartige Notfall-Lenkassistent aktiviert. Fahrwerk und Lenkung werden damit blitzschnell auf ein abruptes Ausweichmanöver vorbereitet. Sollte der Fahrer bis zum Aufprall nicht reagieren, strafft das Advanced-PCS System innerhalb von Sekundenbruchteilen automatisch die Sicherheitsgurte und leitet eine Notbremsung ein.
Das präventive Lexus Sicherheitspaket wird von dem ebenfalls einzigartigen Heck-PCS System komplettiert. Das System registriert mit Hilfe eines Mikrowellen-Radars am Kofferraum Fahrzeuge, die sich rasch nähern, und aktiviert bei einem drohenden Auffahrunfall, beispielsweise am Stauende, die aktiven Kopfstützen der Vordersitze. Sie stützen die Hinterköpfe der Insassen, um das Risiko eines Halswirbelschleudertraumas zu verringern.
Neben diesen innovativen Fahrerassistenzsystemen verfügen die Lexus Limousinen der LS Baureihe über zahlreiche weitere aktive und passive Sicherheitssysteme. Beispielsweise entwickelte Lexus einen Spurhalte-Assistenten (Lane Keeping Assist) und eine Spurwechsel-Warnung (Lane Departure Warning). Das System erfasst via Infrarot-Stereokamera die Markierungen am Fahrbahnrand, warnt den Fahrer vor einem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur und unterstützt ihn beim Zurücklenken in die ursprünglich gewählte Spur. Droht das Fahrzeug die Spur zu verlassen, ohne dass der Blinker betätigt wurde, ertönt ein Warnsignal. Zudem weist ein sanfter Lenkimpuls den Fahrer auf diesen unbeabsichtigten Fahrspurwechsel hin. Bei eingeschalteter aktiver Geschwindigkeitsregelanlage ACC ist der Spurhalte-Assistent des Lexus LS 460 in der Lage, das Fahrzeug durch automatische Lenkkorrektur sicher in der erkannten Spur zu halten. Die Spurhalte-Funktion arbeitet bei Geschwindigkeiten zwischen 70 und 170 km/h, die Spurwechsel-Warnung bei Geschwindigkeiten zwischen 50 und 200 km/h.
Das hohe Lexus Sicherheitsniveau wird bei der Versicherungsprämie belohnt. Beim Kauf eines neuen Lexus LS 460 mit dem Advanced Pre Crash System bietet Lexus Financial Service aufgrund des erheblich verringerten Unfallrisikos einen Rabatt von 50 Prozent auf die normale Prämie an. Der Lexus LS 460 mit einem 279 kW/380 PS starken V8-Motor ist in Deutschland zu Preisen ab 82.800 Euro erhältlich. Der Lexus LS 600h, die stärkste Serienlimousine der Welt mit Hybridantrieb, wird ab 99.850 Euro angeboten. Das Pre-Crash Safety System ist in ähnlicher Form auch für Fahrzeuge der Lexus Baureihen IS und GS erhältlich.

Juli 19, 2008
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Berlin (pte) - Deutsche Autofahrer sind Umweltmuffel. Das ist das Ergebnis einer von LeasePlan Deutschland in Auftrag gegebenen Studie. So finden die Deutschen die Nutzung alternativer Verkehrsmittel theoretisch sinnvoll, auf das eigenen Auto will jedoch kaum jemand verzichten. Hingegen nehmen die Autofahrer die Automobilindustrie in die Pflicht, wenn es um den Umweltschutz geht. Diese soll durch eine technische Optimierung der Fahrzeuge die Kohlendioxidemission reduzieren. Staatlich verordneten Umweltmaßnahmen wie der Einführung der City-Maut stehen die deutschen Autofahrer sehr skeptisch gegenüber. Nicht einmal jeder Zehnte befürwortet diese zur Reduzierung der Umweltbelastung.
Auf die Frage, welchen Beitrag der einzelne Autofahrer tatsächlich bereits für den Umweltschutz leistet, geben über drei Viertel der Befragten an, kurze Strecken zu Fuß zurück zu legen anstatt mit dem Auto zu fahren. Der Umwelt zu Liebe längerfristig auf das Autofahren zu verzichten, will nur eine Minderheit (25,5 Prozent). Die Studie bestätigt klassische Geschlechterklischees: Vor allem Männer verzichten nur ungern auf ihr Auto - 82,3 Prozent nutzen es fast täglich. Frauen sind hingegen eher bereit, ihr Fahrzeug auch einmal stehen zu lassen und alternativ ans Ziel zu gelangen. Während Frauen zu 28,4 Prozent bereit sind auf alternative Verkehrsmittel zurückzugreifen, ist es bei den Männern nicht einmal jeder Dritte.
Die stetig steigenden Spritpreise führen bei den Deutschen allerdings zu einem Umdenken beim Autokauf. Durch ihr Augenmerk auf einen möglichst niedrigen Verbrauch leisten sie damit indirekt einen Beitrag zum Umweltschutz. Vor allem Frauen zeigen sich als besonders sparsam und achten noch gezielter auf Verbrauch und Anschaffungspreis. Männer hingegen beziehen die jeweilige Automarke stärker in ihre Kaufentscheidung ein. Die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeuges rangiert erst auf dem vierten Platz (80,4 Prozent Zustimmung) aller Befragten.
Statt auf Eigenverantwortung setzen die Deutschen auf die Innovationskraft der Autoindustrie. Für Neun von Zehn ist diese als erste in der Pflicht, wenn es um Ressourcenschonung geht, gleich gefolgt von der Tourismusbranche. Gefragt nach dem Wissen um die Umweltverträglichkeit ihres hauptsächlich genutzten Fahrzeuges, geben nur rund die Hälfte an, sehr gut bis gut darüber Bescheid zu wissen. Als abschließenden Punkt fand die Studie heraus, dass Frauen bedeutend umweltschonender denken und handeln als Männer.

Juli 18, 2008
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Seit heute liegt die neue Ausgabe des Nachhaltigkeitsberichts “Balance” der Lufthansa vor. “Balance” informiert umfassend über die Aktivitäten, Fortschritte und Ziele des Lufthansa-Konzerns auf den Feldern Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft und Soziales. Wolfgang Mayrhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa sagt: “Bei aller Notwendigkeit für wirtschaftlichen Erfolg sind wir uns bei Lufthansa der besonderen Verantwortung für den Schutz der Umwelt immer bewusst. Umweltvorsorge war, ist und bleibt auch künftig ein wesentliches Unternehmensziel der Lufthansa.”
Lufthansa ist es gelungen, seit dem Jahr 1991 ihre Transportleistung kontinuierlich vom CO2-Ausstoß zu entkoppeln. Die Transportleistung erhöhte sich in den letzten 17 Jahren um 232 Prozent, der Kerosinverbrauch dagegen nur um 121 Prozent. Das bedeutet, dass rund die Hälfte des Wachstums stattfand, ohne die Umwelt dadurch zusätzlich zu belasten. Im Jahr 2007 lag der tatsächliche Durchschnittsverbrauch der Lufthansa Flotte pro Passagier pro geflogenen 100 km bei exakt 4,32 Liter Kerosin. Insbesondere die kontinuierliche Flottenerneuerung ermöglicht es, den spezifischen Kerosinverbrauch zu verringern. So benötigt ein Lufthansa-Airbus A340-300 heute nur noch rund 3,5 Liter pro Fluggast. Mit aktuellen Flugzeugbestellungen im Listenwert von rund 14 Milliarden Euro setzt Lufthansa ihre Flotten-Modernisierung und somit eine weitere Verbesserung der Treibstoffeffizienz fort. Lufthansa hat sich mit einem neuen strategischen Umweltprogramm viel vorgenommen. Die 15 ambitionierten Umweltziele für nachhaltiges Wirtschaften werden in Balance detailliert beschrieben.
Zahlreiche Umfragen und Rankings im Jahr 2007 beweisen: Lufthansa hat weltweit einen exzellenten Ruf als Arbeitgeber. Seit 2006 hat der Konzern rund 10.000 Neueinstellungen in Deutschland vorgenommen, jedes Jahr gehen über 100.000 Bewerbungen ein. Insgesamt arbeiten im Lufthansa-Konzern 105.261 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 42,2 Prozent Frauen. Das Durchschnittsalter aller Lufthanseaten beträgt 40,3 Jahre. Frankfurt am Main ist mit 35.222 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der größte Standort des Konzerns: Insgesamt beschäftigt Lufthansa 64.434 Menschen in Deutschland. Mehr Details zu Mitarbeiterstruktur, Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten sind im Kapitel “Soziale Verantwortung” nachzulesen. Das gesellschaftliche Engagement, das beispielsweise durch die Initiativen Cargo Human Care, HelpAlliance oder die Umwelt- und Sportförderung getragen wird, sowie ein detaillierter Blick auf das Engagement für Nachhaltigkeit bei der SWISS runden Balance 2008 ab. “Balance” erscheint seit 1995 und hebt auf informative Art und Weise die Bedeutung der Nachhaltigkeit im Unternehmen hervor. Unter verantwortung.lufthansa.com oder bei “Deutsche Lufthansa AG, Kennwort Balance, 60202 Frankfurt” kann der Bericht kostenfrei bestellt werden. Die englische Version liegt Ende Juli vor.

Juli 18, 2008
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Farnborough (pte) - Der britische Rüstungs- und Luftfahrkonzern BAE Systems hat einen technologischen Durchbruch im Bereich unbemannter Luftfahrt gemeldet. Ein speziell modifiziertes Jetstream-Propellerflugzeug wurde in einer Reihe von Missionen rund 1.300 Kilometer weit ohne direkte menschliche Kontrolle geflogen. Damit ist dem BAE-Team erstmals eine derartige Leistung gelungen. Das Umgehen einer menschlichen Flugcrew verspricht eine Reduktion von Unsicherheiten und eine präzisere Abwicklung von Flugaufträgen, weshalb BAE Systems weitere Flüge plant.
Die Jetstream-Maschine dient dem Test von Technologien für unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Air Vehicles, UAVs). Aufgrund von Luftfahrt-Regulierungen muss es zwar eine Flugcrew an Bord haben und ist somit nur ein “Stellvertreter-UAV”. Bislang hatte die Crew das Fluggerät auch via Cockpit-Display gesteuert. “Jetzt haben wir eine Möglichkeit, die Bordcrew zu umgehen und eine reinere UAV-Umgebung zu schaffen, indem wir das Flugzeug durch Missionssystem und Autopiloten steuern”, erklärt Nick Colosimo, zuständiger Program Manager bei BAE Systems.
“Das menschliche Element aus dem Stellvertreter-UAV-Flug zu nehmen hilft, die mit menschlichem Handeln verbundenen Unsicherheiten zu eliminieren”, meint Colosimo. Ein Vorteil ist, dass Vorgaben des Missionssystems sofort entsprochen werden kann, ohne die Zeitverzögerung, die durch ein Flugcrew bedingt wird. “Es wird dem Stellvertreter-UAV möglich, genau das zu machen, was ihm gesagt wird und wann es ihm gesagt wird”, betont der BAE-Mitarbeiter. Dadurch können beispielsweise Routen mit höherer Reproduzierbarkeit geflogen werden.
“Wir haben die Chance größeren Nutzen aus der Jetstream zu ziehen, indem wir sie als Hilfe für den Test von UAV-Technologien nutzen, welche die Integration unbemannter autonomer Systeme im Luftraum unterstützen”, so Colosimo. Die bisherigen Testflüge wurden von einem Team, das auch Forscher von Cranfield Aerospace und der Cranfield University umfasst, durchgeführt. Weitere Missionen sind dem Unternehmen zufolge bereits anberaumt.

Juli 16, 2008
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London/Melbourne/Brisbane/Wien (pte) - Der unter der Führung des Milliardärs Richard Branson gestartete australische Billigflieger Virgin Blue steht ohne seinen wichtigsten Anteilseigner da. Wie die Financial Times Deutschland heute, Dienstag, berichtet, stößt der australische Logistikkonzern Toll Holdings sein bisheriges Aktienpaket an der Fluggesellschaft ab. Branchenexperten bewerten dies als einen schweren Rückschlag für den Discountflieger, der wie auch alle anderen Konzerne in der Branche gegenwärtig massiv mit den gestiegenen Kerosinpreisen zu kämpfen hat. Daraufhin mussten viele Airlines bereits Flüge streichen, Kapazitäten anpassen und im großen Ausmaß auch Personal abbauen.
“Prinzipiell ist ein starker Kernaktionär, der über 50 Prozent hält, immer gut für eine Airline, da dieser als stabilisierender Part wirkt. Vor allem im aktuell schwierigen Marktumfeld hoher Kerosinpreise und Einsparungen ist ein Absprung wenig förderlich”, sagt UniCredit-Analyst Paul Wessely gegenüber pressetext. Im Detail soll der australische Logistikgigant seine 62-prozentige Aktienbeteiligung an Virgin Blue abgespalten haben. Daraufhin werden die Toll-Anteilseigner in Form einer speziellen Dividende für jede ihrer Toll-Aktien wiederum ein Virgin-Blue-Papier erhalten, teilte das Unternehmen mit. Durch diese Vorgangsweise wird Branson mit seinem 25,5-Prozent-Aktienanteilsbesitz an Virgin Blue zum größten Gesellschafter der zweitgrößten australischen Fluggesellschaft. Unterdessen hat Virgin-Blue-Chef Brett Godfrey den Schritt begrüßt und verwies auf die sich nun bietende Gelegenheit, langfristig ausgerichtete Investoren für das Unternehmen an Bord zu holen.
Insider zeigten sich mit Blick auf das Abstoßen der Anteile Tolls skeptischer und sehen darin eine fehlende finanzielle Unterstützung für die Airline. Die Rolle Bransons gerät nun stärker in den Blickpunkt. In einer ersten Reaktion auf den Absprung Tolls sagte der Multiunternehmer, dass sich die Virgin Group als übergeordnete Holding auch weiter als langfristig engagierter Anteilseigner betrachte. Zudem ließ Branson verlauten, dass man nach wie vor “ein hohes Maß an Vertrauen” in die Fortführung des Geschäftsmodells und die damit verknüpften Aussichten der Airline besitzt. Trotz aller Zuversicht musste Virgin Blue allerdings die Gewinnprognose nach unten korrigieren sowie Kapazitäten und Kosten kappen. Für 2008 erwartet der Konzern einen Nettogewinn in der Größenordnung von 132 Mio. bis 137 Mio. australischen Dollar (83,8 Mio. Euro).
Erst vor zwei Jahren hatte Toll Holdings den australischen Wettbewerber Patrick gekauft und im Zuge des Geschäfts auch die Virgin-Blue-Aktien erhalten. Dass Toll nun seinen Aktienanteil an Virgin Blue abstößt, ist für Experten hingegen wenig überraschend. Schließlich hatte der Logistiker stets betont, sich nicht als langfristiger Aktionär bei der Airline zu sehen. Auf den Unterschied zwischen Buchwert und aktuellem Marktwert muss Toll nun 1,3 Mrd. australische Dollar (794 Mio. Euro) an der Beteiligung abschreiben. Bereits seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs Virgin Blues wegen der global eingetrübten Wirtschafts- und Kerosinpreislage um satte 75 Prozent verschlechtert. Gestern zog der Kurs des Konzerns jedoch um vier Prozent an und notierte bei 53 australischen Cent.

Juli 15, 2008
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Berlin/Oberursel (pte) - Die geplante Übernahme von Condor durch Air Berlin ist vorerst abgesagt. Wie Air Berlin heute, Freitag, bekannt gab, hat das Unternehmen gemeinsam mit dem bisherigen Eigentümer Thomas Cook, den Antrag auf Genehmigung der Fusion zurückgezogen. Die im September geschlossene Vertragsvereinbarung zwischen den beiden Unternehmen wurde demnach einvernehmlich aufgelöst. Begründet wird der Rückzug von Air Berlin mit erheblich veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie dem starken Anstieg des Kerosinpreises. Die Fluggesellschaft will mit Thomas Cook jedoch weiterhin nach alternativen Lösungen suchen.
Einen Zeitrahmen für die Suche nach einer anderen machbaren Transaktion haben die beiden Unternehmen nicht aufgestellt. Man wolle nun weitere Gespräche ohne Termindruck führen, heißt es in einer Air-Berlin-Aussendung. Schon Anfang Juni kündigten beide Unternehmen an, aufgrund der Verzögerung des Zulassungsverfahrens und veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu prüfen, ob die Condor-Übernahme weiterhin sinnvoll sei. Zuvor war das Hauptprüfverfahren durch das Bundeskartellamt nochmals bis 9. Oktober verlängert worden. Laut Medienberichten stellte das Bundeskartellamt den beiden Unternehmen Anfang dieser Woche eine Frist bis kommenden Montag. Bis dahin sollten Bedenken hinsichtlich einer marktbeherrschenden Stellung nach vollzogener Übernahme ausgeräumt werden.
Im September 2007 wurde angekündigt, dass die Thomas Cook Group ihre Anteile an Condor bei Air Berlin einbringen werde. Air Berlin wäre damit zu einer der größten europäischen Airlines aufgestiegen. Die Übernahme von Condor hätte vor allem dem Ausbau des Langstreckengeschäftes dienen sollen, in das Air Berlin mit der Akquisition von LTU eingestiegen war. Thomas Cook hatte geplant, im Februar 2009 seine 75,1 Prozent der Condor-Anteile an Air Berlin zu veräußern. Später hätte man eine Call-Option für die übrigen im Besitz der Deutschen Lufthansa befindlichen Anteile ausgeübt und diese ebenfalls Air Berlin übertragen. Der Verkauf der Condor-Anteile hätte Thomas Cook mindestens 500 Mio. Euro in Air-Berlin-Aktien und in bar eingebracht. Beide Unternehmen hatten Synergieeffekte von mindestens 700 Mio. Euro angekündigt.

Juli 11, 2008
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Washington (pte) - US-Verkehrsministerin Mary E. Peters hat gestern, Donnerstag, bekannt gegeben, dass die Federal Aviation Administration (FAA) mit einem Wettbewerb die Entwicklung erneuerbarer Flugzeug-Treibstoffe und anderer umweltfreundlicher Technlogien für die Luftfahrt vorantreiben will. Zu diesem Zweck wird auf die Expertise der X Prize Foundation gesetzt, die sich auf Wettbewerbe zur Förderung des technischen und wissenschaftlichen Fortschritts spezialisiert hat. Sie soll zunächst die genauen Rahmenbedingungen für einen mehrjährigen und voraussichtlich etliche Mio. Dollar schweren Wettbewerb entwickeln.
Alternative Treibstoffe in Verbindung mit weiteren Öko-Technologien könnten den Umwelteinfluss der US-Luftfahrt trotz einer Verdoppelung der Kapazitäten bis 2025 in Grenzen halten, so die Hoffnung der FAA. Ein X-Prize-Wettbewerb soll daher für einen neuen Schwung an nicht-staatlicher Investitionen in die technologische Entwicklung sorgen und dadurch einen Innovationsschub bewirken. “Das wird ein Wettbewerb, bei dem jeder gewinnt”, betont Peters. Besonderes Augenmerk liegt auf der Erschließung erneuerbarer Energien für den Luftfahrtsektor. Ein Durchbruch bei alternativen Jet-Treibstoffen könne geringere Kosten, sauberere Luft und eine größere Unabhängigkeit der USA im Energiebereich bedeuten, so Peters.
“Die nächsten Schritte sind, die genauen Bedingungen des Wettbewerbs und die Höhe des Geldpreises festzulegen”, so Peters. Dafür setzt die FAA auf die X Prize Foundation, welche innerhalb der nächsten 14 Monate unter Konsultation mit Luftfahrtexperten die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs entwickeln soll. Man rechnet derzeit mit einer Dauer von drei bis acht Jahren. Zur genauen Höhe des Preisgeldes wurden noch keine Angaben gemacht, sie dürfte sich aber an den vier bislang ausgeschriebenen X-Prize-Wettbewerben orientieren und damit mehrer Mio. Dollar betragen.
Der erste vergebene Preis war der mit zehn Mio. Dollar dotierte Ansari-X-Prize für das erste private Raumschiff im Jahr 2004. Aktuell sind über die X Prize Foundation Preise für eine privat finanzierte robotische Mondlandung (30 Mio. Dollar), eine schnelle, kostengünstige Entschlüsselung von menschlichen Genomen (zehn Mio. Dollar) sowie besonders energieeffiziente Autos (zehn Mio. Dollar) ausgeschrieben.

Juli 11, 2008
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Nürnberg (D-AH) - Lässt ein Fahrlehrer seinen Motorrad-Schüler zum ersten Mal ein besonders schwieriges Bremsmanöver üben, so hat er diesen zuvor über die Gefahren dabei gründlich aufzuklären - insbesondere, wenn mit außergewöhnlichen Straßenverhältnissen zu rechnen ist. Unterbleibt die Aufklärung, haftet der Lehrer für alle Folgen eines Unfalls, soweit dieser in der Unerfahrenheit des Schülers seine Ursache hat. Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Urteil (Az. 2 O 367/06) des Landgerichts Bonn hervor, auf das die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline verweist.
Einer jungen Frau war bei der Vollbremsung ihr Motorroller weggerutscht und beim Sturz auf ihr Knie gefallen. Das Missgeschick nahm im Beisein ihres Fahrlehrers auf dem Parkplatz vor einer Hauptschule seinen Lauf, wo die angehende Motorradfahrerin einen Tag vor der bereits angesetzten Fahrprüfung sich noch abschließend mit der extremen Gefahrenbremsung unter Einsatz von Vorder- und Hinterradbremse vertraut machen sollte. Allerdings hatte es schon am Vortage Frost gegeben und auf dem Übungsplatzlatz lag eine hauchdünne Schneedecke. Ohne auf die sich daraus möglicherweise ergebene Glätte einzugehen, wies der Fahrlehrer seine Schülerin per Funk an, das abgesprochene Manöver auszuführen. Die tragischen Folgen sind bekannt.
Wobei nach Auffassung des Gerichts der fahrlässige Fahrlehrer eindeutig die alleinige Schuld trägt und er zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 6.500 Euro verpflichtet ist. “Zwar konnte die junge Frau am Unfalltag aufgrund mangelnder Fahrpraxis nicht beurteilen, ob das Gelände geeignet war, eine Gefahrbremsung durchzuführen, und sie musste jederzeit mit der Sturzgefahr rechnen”, erklärt Rechtsanwalt Jörg-Matthias Bauer (telefonische Rechtsberatung unter 0900/1867800-0 für 1,99 Euro pro Minute). Und wusste sogar, dass sie bei dem Manöver zwangsläufig auf sich allein gestellt war. “Trotzdem würde sie nur dann ein Mitverschulden treffen, wenn sie sich bewusst über Weisungen ihres Lehrers hinweggesetzt hätte”, betont der Fachanwalt für Verkehrsrecht. Das aber war gerade nicht der Fall. Entgegen seiner gesetzlichen Verpflichtung, seine Fahrschüler vor Schäden zu bewahren, soweit dies im Rahmen der Ausbildung möglich ist, hat der Lehrer die Schülerin vielmehr grob fahrlässig ins Unglück geschickt.

Juli 11, 2008
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Washington DC/Wien (pte) - Toyotas nächste Hybrid-Auto-Generation wird neben den zwei Antriebsmotoren auch noch mit Solarpanelen am Dach ausgestattet sein, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe. Seitens Toyota gibt es allerdings noch keine Auskünfte über das neue Fahrzeug, denn beim größten Autohersteller der Welt hält man sich in Sachen Zukunftsprojekte sehr bedeckt, wie das Wissenschaftsmagazin einen Konzernsprecher zitiert. Im kommenden Jahr wird die dritte Generation des Prius starten.
Die Photovoltaikanlage im neuen Prius soll derart ausgelegt sein, dass damit elektrische Systeme wie etwa die Klimaanlage betrieben werden könne. Unklar ist dabei, wie viel Solarzellen am Auto montiert werden und vor allem, wie hoch die Kosten dafür sein werden. Als eher kosmetische Sache bezeichnet der Präsident des Verbands Photovoltaic Austria, Hans Kronberger gegenüber pressetext das Vorhaben. “Die Korrelation der Fläche am Autodach und der daraus resultierenden Leistung kann nicht groß sein.” Sinnvoll sei es eventuell noch im Kühlungsbereich, meint der Experte. Wenn man ein Auto während der gesamten Stehzeit in einer Garage parkt, werde sich das sicherlich nicht lohnen. Als symbolischen Akt, der richtungsweisend ist, sei das Projekt positiv zu beurteilen. “Allerdings darf man das nicht überbewerten”, so Kronberger. Die Zukunft der Mobilität liege allerdings ganz woanders, meint der Experte gegenüber pressetext.
Der Prius ist das erste Hybrid-Serienprodukt-Fahrzeug, das mit einem Benzin- und Elektromotor ausgestattet ist. 1997 wurde mit der Produktion des Prius in Japan begonnen. In anderen Staaten wurde das Auto drei Jahre später am Markt eingeführt. Toyota hat bisher weltweit mehr als eine Mio. dieser Autos verkauft. In den USA hatte Toyota aufgrund der großen Nachfrage nach den Hybrid-Autos Probleme, mit der Produktion nachzukommen. Deutlich nachgelassen hat nämlich im “Land der großen Benzinfresser” die Nachfrage nach Pick-Ups und SUVs. Umgekehrt lastet auf dem japanischen Autohersteller Druck von Konkurrenten. Allen voran will Honda im kommenden Jahr ein neues, sehr günstiges Hybridauto auf den Markt bringen und im Marktsegment der Mischantriebe weitere neue Modelle launchen.
Einig sind sich die Experten darüber, dass Solarenergie als Primärenergiequelle für Autos in Zukunft nicht machbar sei. Versuche einen Prius mit Sonnenenergie allein zu betreiben haben gezeigt, dass man damit gerade einmal 15 Kilometer weit kommt. Zudem sind die Solarpanele aufgrund der gestiegenen Siliziumpreise teuer geworden. Viele Unternehmen arbeiten allerdings an einer Neuentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien zur Verbesserung der Lagerfähigkeit der Energie.

Juli 8, 2008
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Detroit/Gelsenkirchen (pte) - Der US-Automobilhersteller General Motors will offenbar Tausende Angestellte entlassen und den Ausverkauf seiner Marken vorantreiben. Wie das Wall Street Journal heute, Montag, unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, könnte der Verwaltungsrat die Streichungen noch im August absegnen. Experten gehen davon aus, dass es aufgrund der schwachen US-Konjunktur und der Rohöl- und Benzinpreise sogar dazu kommen könnte, dass neben der prestigeträchtigen Geländewagensparte Hummer nun bald auch andere Marken zur Disposition stehen. Obwohl General Motors als Mutterkonzern auch für den deutschen Autobauer Opel zuständig ist, dürften sich die Einsparpläne jedoch vorrangig auf das verlustreiche US-Geschäft beziehen. Laut dem Bericht will man so bis 2010 den Profitabilitäts-Turnaround schaffen.
“General Motors muss wie Chrysler und Ford auf die US-Krise reagieren und die Kapazitäten an die massiv gesunkene Nachfrage anpassen. Was wir derzeit jedoch erleben, ist, dass alle jetzt getroffenen Maßnahmen nur kurzfristige Notlösungen sind”, so Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule Gelsenkirchen, im pressetext-Interview. Laut dem Insider hätte vor allem General Motors vor zwei bis drei Jahren, als sich die Treibstofferhöhungen angekündigt hatten, entsprechend viel früher auf diese Entwicklung reagieren müssen. “Sparsame Kompaktwagen hätte man nicht in Europa bauen und dann in die USA importieren lassen sollen, wie dies am Beispiel Opel deutlich wurde. In Anbetracht des schwachen Dollars hätte sich die Produktion und der Verkauf der Kleinwagen vor Ort mehr rentiert”, unterstreicht Dudenhöffer.
Um aus den tiefroten Zahlen herauszukommen, stehen bei General Motors nun sämtliche Marken außer dem Cadillac und dem Chevrolet auf den Prüfstand. Für den Hummer wird bereits nach einem passenden Käufer gesucht. Als weitere Kandidaten, die das Unternehmen auf seine Abstoßliste gesetzt haben soll, nennt der Bericht hingegen die schwedische Marke Saab und die US-Linie Saturn. Die aktuelle Krise, die sich aber nicht nur auf General Motors, sondern auch auf Ford und Chrysler bezieht, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass große, spritfressende Modelle angesichts der Ölpreiskrise zunehmend unpopulär werden. Um dem Nachfrageschwund begegnen zu können, hatte Chrysler erst im März dieses Jahres angekündigt, Internet-ausgestattete Modelle auf den Markt zu bringen.
“Saab war schon immer eine unrentable Marke für General Motors. Insofern würde es mich nicht wundern, wenn man diese nun abstößt”, unterstreicht Dudenhöffer gegenüber pressetext. Analysten wie John Murphy von der US-Investmentbank Merrill Lynch hatten zuletzt gesagt, dass sich das Unternehmen in den kommenden Monaten zusätzliches Kapital von bis zu 15 Mrd. Dollar beschaffen müsse. Murphy nach sei eine Zahlungsunfähigkeit “nicht ausgeschlossen”, zitiert die Financial Times Deutschland den Branchenexperten. Zwar stünden dem Konzern rund 24 Mrd. Dollar zur Verfügung, dennoch verbrenne man durch das schlechte Geschäft etwa drei Mrd. Dollar pro Quartal. Die geplanten Kosteneinsparungen sollen nun drastische Einschnitte bei den insgesamt 76.000 Arbeitsplätzen mit sich bringen. Vor allem in den USA will Konzernboss Rick Wagoner kürzen, dennoch sei noch nichts endgültig beschlossen.

Juli 7, 2008
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