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Björk-Eklat: China verbannt unbequeme Musiker

Peking (pte) - Die chinesische Regierung will ausländische Musiker und Künstler, die “unangenehm” auffallen, des Landes verweisen. Unterhaltungskünstler, die an Events teilnehmen, die “eine Bedrohung für die nationale Staatshoheit” darstellen, würden in Zukunft aus China verbannt. Jeder Musiker, der während eines Auftritts Hass im Volk schüre, werde ebenfalls ausgewiesen, so das chinesische Kulturministerium. Wie BBC Online berichtet, erfolgte die Ankündigung infolge eines Konzerts der isländischen Sängerin Björk im März, die während ihres Auftritts in Shanghai “Tibet, Tibet” gerufen hatte.

Über die Unabhängigkeit Tibets zu sprechen bzw. diese öffentlich einzufordern, gilt als absolutes Tabu in China. “Jede künstlerische Gruppe sowie jede Person, die jemals Aktivitäten angeregt haben, die unsere Souveränität bedrohen, werden nicht hereingelassen”, schreibt das Ministerium auf seiner Webseite. Das Verbot wurde zuletzt auch auf Künstler ausgeweitet, die eine “Gefahr für die nationale Gemeinschaft” darstellen. Außerdem soll all jenen Musikern und Gruppen der Zugang ins Land verwehrt bleiben, die Obszönitäten, Feudalismus und Aberglaube befürworten. Kulturelle Normen und die Glaubenspolitik Chinas zu verletzen ist ebenfalls untersagt.

Mit diesen Maßnahmen greift die berüchtigte chinesische Zensur erneut nicht nur innerhalb der eigenen Bevölkerung um sich, sondern will auch Störgeräusche von außerhalb klar abschirmen. Björks Ausruf nach Beendigung ihres Songs “Declare Independence” habe das chinesische Gesetz gebrochen und die Gefühle der Bevölkerung verletzt, argumentiert die Regierung. In Zukunft sollen die Auftritte westlicher Musiker strenger kontrolliert werden.

Im Vorfeld der Olympischen Spiele verstärkt China nochmals seine Kontrollmaßnahmen. Das wirkt einerseits befremdlich, da die Regierung versprochen hatte, der Meinungsfreiheit genüge zu tun, soll andererseits aber aus Sicht der amtierenden Machthaber dazu dienen, Massenproteste im Umfeld des Sportereignisse zu vermeiden. Für den Zeitraum müssen Musiker und Bands gar vorab darum ansuchen, eine Zugabe spielen zu dürfen, wie das Ministerium für Kultur mitteilte.


Alphamusic

Juli 19, 2008 Verfasst von newscologne | Medien, Politik | | Keine Kommentare

Onlinesucht: Zahl der Betroffenen steigt

Peking/Buxtehude (pte) - Rund ein Zehntel der chinesischen Internetnutzer im Alter zwischen 13 und 31 Jahren ist onlinesüchtig. Die größte Zahl der Betroffenen stammt dabei aus der Altersgruppe der Jugendlichen zwischen 18 und 23 Jahren. Dies geht aus einem aktuellen Bericht hervor, den die China Youth Association for Network Development vorgelegt hat. Dass das Phänomen der Onlinesucht aber nicht nur in der Internetnation China um sich greift, sondern auch hierzulande zunehmend zum Problem wird, ist vielfach noch nicht in das öffentliche Bewusstsein vorgedrungen. “Die Zahl der Onlinesüchtigen steigt. Aktuelle Studien gehen bereits von einer Dunkelziffer von zwei Mio. Internetabhängigen in Deutschland aus”, stellt Gabriele Farke, Onlinesucht-Beraterin und Initiatorin des Selbsthilfe-Portals Onlinesucht.de, im Gespräch mit pressetext fest. Die Erkenntnis, dass das Internet abhängig machen kann, sei zwar keineswegs neu. “Die Brisanz der Problematik liegt eher in der Ignoranz, die im Umgang mit Onlinesucht noch immer gesellschaftlich weit verbreitet ist”, kritisiert Farke.

Vor allem die fehlende Anerkennung von Internetsucht als offizielles Krankheitsbild sei mittlerweile längst überfällig. “Psychologen und Psychiater fordern dies seit langem. Die fehlende Anerkennung führt dazu, dass derartige Probleme von den Angehörigen oft einfach unter den Tisch gekehrt werden und eine kostenlose Betreuung von Betroffenen unmöglich ist”, erklärt Farke. Dass der Ernst der Problematik mittlerweile aber zunehmend erkannt wird, habe Anfang April eine Anhörung des Deutschen Bundestages zum Thema bewiesen. “Die Anhörung war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und ein deutliches Zeichen für die Öffentlichkeit. Die Mühlen der Politik mahlen aber bekanntermaßen sehr langsam und konkrete Beschlüsse blieben bislang aus”, meint Farke.

Laut dem vorgelegten Bericht sind vor allem jüngere männliche Nutzer in China von der Internetsucht betroffen. Rund 13 Prozent der Internetnutzer aus dieser Gruppe sind mittlerweile von dem Medium abhängig, das sind mehr als doppelt so viele Betroffene als in der weiblichen Nutzergruppe. Insgesamt seien an die 69 Prozent der Onlinesüchtigen männlich. “Was den Geschlechterunterschied betrifft, muss je nach Art der Internetsucht unterschieden werden”, betont Farke. So sei etwa die Online-Sexsucht in Deutschland vor allem bei jungen Männern im Alter zwischen 19 und 29 Jahren weit verbreitet. Auch im Bereich der Online-Spielsucht seien männliche Nutzer deutlich in der Überzahl. “Erst der dritte Bereich, die Online-Chatsucht, ist eine vorrangige Frauendomäne”, ergänzt Farke.

Parallel zur ansteigenden Zahl der Onlinesüchtigen gelten auch immer mehr User als gefährdet. Laut einer Untersuchungen der Berliner Humboldt Universität stehen zusätzlich zu den fünf Prozent der aktuell Betroffenen inzwischen etwa zehn Prozent der rund 40 Mio. deutschen Internetnutzer an der Schwelle zur Abhängigkeit. “Die Praxis zeigt, dass der Bedarf an Beratungstätigkeit in diesem Bereich in letzter Zeit deutlich zunimmt”, schildert Farke. Um eine weitere Ausbreitung der Onlinesucht verhindern zu können, seien vor allem ein stärker ausgeprägtes öffentliches Bewusstsein für diese Problematik und eine Forcierung der Aufklärungsarbeit von Nöten. “Die Menschen müssen über die verschiedenen Formen und Folgen von Onlinesucht aufgeklärt werden. Gleichzeitig muss die Politik aber auch erkennen, dass es notwendig ist, Betroffene mit Förderungen zu unterstützen”, so Farke abschließend.


vodafone.de

Juli 19, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

Batman-Hype: Warner startet Comic-Serie im Netz

Hollywood (pte) - Das US-Filmstudio Warner Brothers hat rechtzeitig zum heutigen US-Kinostart des neuen Batman-Films “The Dark Knight” ein Online-Angebot ins Leben gerufen, das den maskierten schwarzen Helden auch im Internet auf Verbrecherjagd gehen lässt. Wie das Wall Street Journal berichtet, verbirgt sich hinter dem “Batman: Mad Love” betitelten Projekt ein neuartiger Ansatz namens “Motion Comics”, der die Erscheinungsform klassischer Comic-Hefte mit animierten Bewegtbild-Aufnahmen kombiniert. Die Animationsabläufe bleiben dabei im Vergleich zu herkömmlichen Comic-Filmen auf das Wesentliche reduziert, Szenenwechsel werden mit verschiedenen Effekten wie etwa eingeblendeten Rauchwolken überbrückt. Dafür können aber auch Elemente wie Musik und Sprachausgabe der einzelnen Charaktere in die neue Form der Comic-Darstellung eingebunden werden. Ziel von Warner Brothers ist es laut Bericht, Motion Comics als künftige Variante für die Distribution via Internet, Handy und Video-On-Demand zu etablieren.

“Das Anzapfen einer bereits existierenden Lizenz ist der Schlüssel, um das Geschäft in Bewegung zu bringen”, erklärt Diane Nelson, Präsidentin von Warner Premiere, der DVD-Produktionsabteilung von Warner Brothers. Das eigene D.C.-Comic-Archiv sei in dieser Hinsicht unglaublich wertvoll. “Die D.C.-Comics und ihre Actionhelden haben bereits eine Beziehung zum Konsumenten aufgebaut und werden daher auch das zunehmend unüberblickbar werdende Durcheinander im Bereich des digitalen Contents durchbrechen”, meint Nelson. Das Filmstudio habe die Hoffnung, dass die neue Mischform sowohl den harten Kern der Comic-Fancommunity ansprechen als auch zusätzliche Nutzergruppen aus dem Internet für diese Form der Unterhaltung begeistern können wird.

“Batman: Mad Love” ist dabei als Projekt für einen längeren Zeitraum konzipiert. So sollen innerhalb der nächsten Monate insgesamt sieben verschiedene Episoden der Motion-Comic-Reihe im Internet veröffentlicht werden. Inhaltlich wird sich in den drei Minuten dauernden Beiträgen alles um Batman und seinen kriminellen Erzfeind, den Joker drehen. Angeblich soll auch eine Frau in der Handlung vorkommen, die derart in den Joker vernarrt ist, dass sie Batman umbringen will.

Die erste Episode der Batman-Comic-Serie soll bereits in der kommenden Woche zum Download für Besitzer einer Xbox-360-Spielkonsole und Kunden des V-Cast-Dienstes des US-Mobilfunkanbieters Verizon Wireless verfügbar sein. Pro Episode wird von Warner Brothers ein Betrag von 1,25 Dollar verlangt, die Xbox-360-Besitzer in Form von Microsoft Points bezahlen können. Neben der Standardvariante können Interessierte für 1,75 Dollar die Comic-Beiträge auch in High Definition erwerben.


VideoBuster.de - DVD-Verleih & Video on Demand VOD

Juli 19, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

Mobiles Web: Nutzer bevorzugen billige Geräte

San Mateo (pte) - Technisch weiterentwickelte Hightech-Smartphones wie das iPhone von Apple und aktuelle BlackBerry-Geräte von Research in Motion sind nicht unbedingt hauptverantwortlich dafür, dass die Nutzung von mobilem Internet zunehmend interessanter für Handy-Besitzer wird. In der Praxis zeigt sich vielmehr, dass kostengünstigere Geräte mindestens genauso häufig zur mobilen Web-Nutzung eingesetzt werden. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor, die das US-Unternehmen AdMob vorgelegt hat. Demnach wurden in den USA im Monat Juni lediglich 24,3 Prozent der ausgeschickten Werbung an Smartphones versandt. Auch was die Beliebtheit derartiger Geräte bei den Nutzern des mobilen Webs betrifft, liegen iPhone & Co eher im hinteren Feld. Rang eins geht laut der AdMob-Analyse in den USA eindeutig an Motorola, das mit den Modellen Razr und Krzr im Bereich der mobilen Internetnutzung deutlich vorne liegt.

“Mobiles Internet ist massentauglicher als viele Menschen meinen”, erklärt Jason Spero, Vice President der Marketingabteilung bei AdMob gegenüber der New York Times. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei eine deutlich steigende Zahl von Internetzugriffen am Handy zu verzeichnen. Allein die von AdMob auf Mobiltelefone vermittelte Werbung hat im Juni im Vergleich zum Vormonat um 19,7 Prozent zugelegt. Der Zuwachs gehe aber nicht zwingend vom zunehmenden Angebot an Smartphones aus. “Zur Zeit nutzt die Mehrheit der Handy-Besitzer noch vorwiegend weniger anspruchsvolle Geräte, um sich in das Internet einzuloggen”, stellt Spero fest. Hightech-Produkte wie das iPhone oder ein BlackBerry seien aber die “Geräte der Zukunft”, ist Spero überzeugt. Diese würden über eine Vielzahl von technischen Funktionen verfügen und so viele Nutzer überhaupt erst auf die Möglichkeiten des mobilen Webzugriffs aufmerksam machen.

“Man kann davon ausgehen, dass sich in einigen Jahren das mobile Internet zum Massenmarkt entwickeln wird”, erklärt Björn Brodersen vom Online-Handytarif-Berater Teltarif, im Gespräch mit pressetext. Im Moment sei dieses aber für viele Handynutzer noch wenig interessant. “Von Seiten der Anbieter wurde es vielfach verabsäumt, den Kunden einen wirklichen Mehrwert des mobilen Internets deutlich zu machen”, meint Brodersen. Die Vermarktung des mobilen Webs sei bislang zu technikorientiert gewesen, Kunden könnten mit Begriffen wie UMTS oder HSDPA nur wenig bis gar nichts anfangen. “Viele Handybesitzer assoziieren das mobile Internet zudem noch mit hohen Nutzungskosten und das in vielen Tarifen auch zu Recht”, meint Brodersen.

Erst vor kurzem hat ein Bericht des US-Marktforschungsunternehmens Nielsen Mobile bestätigt, dass die Internetnutzung durch Mobiltelefone in den vergangenen zwei Jahren einen beachtlichen Sprung nach vorne gemacht hat. Wenig überraschend ist, dass die mobile Webnutzung derzeit in den USA am weitesten verbreitet ist. An die 40 Mio. Menschen loggen sich der Nielsen-Mobile-Analyse zufolge dort bereits mit ihrem Handy ins Netz ein, das sind rund 16 Prozent der gesamten US-Handy-Besitzer. Im Jahr 2006 waren dies noch lediglich 22,4 Mio. Nutzer. Unter den insgesamt 16 untersuchten Ländern konnten Großbritannien mit 12,9 Prozent und Italien mit 11,9 Prozent den zweiten und dritten Rang für sich verbuchen. Die niedrigste Zahl an mobilen Internet-Usern findet sich in Indonesien, lediglich 1,1 Prozent der Nutzer steigen dort per Mobiltelefon ins Web ein.


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Juli 18, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

Last.fm setzt auf “coole” Werbung

London/Berlin (pte) - Die Webradio-Plattform Last.fm begleitet ihren Neustart mit der Einführung interaktiver Werbung. Am Donnerstagabend ging die überarbeitete Version des Musiknetzwerks nun nach einigen Monaten Beta-Phase für die breite Öffentlichkeit online. Ergänzend zu dem neuen Look will Last.fm in Zukunft auch schickere, coole Werbeanzeigen schalten. Die Plattform sieht die Zukunft des Web-Marketings in interaktiver Werbung und setzt daher auf Anzeigen, die sich den Funktionen und Anwendungen der Seite anpassen, wie Times Online berichtet. Ein Beispiel für das neue Werbekonzept ist eine Anzeige, die ein Handy abbildet, das sich je nachdem, was der Nutzer gerade macht, verändert.

“Es geht darum, die Funktionalität der Seite zu nutzen und Werbung zu präsentieren, die eindringlicher und unterhaltsamer ist”, sagt Spencer Hyman, Chief Operating Officer Last.fm. So können Hotelketten beispielsweise ihre Anzeigen zwischen den Lieblingskünstlern der Nutzer schalten und Hotels in Städten bewerben, wo der jeweilige Musiker oder die jeweilige Band gerade ein Konzert plant. Ähnliche Möglichkeiten haben Bahnunternehmen, die ihre Werbung auf bevorstehende Events abstimmen können. “Interaktive Werbung auf unserer Seite kann bedeuten, dass das creative in einem Werbemittel mit einem Feature auf Last.fm interagiert, zum Beispiel sind das Bewegungen in dem Werbemittel die sich nach dem Beat der gehörten Musik richten”, ergänzt eine Last.fm-Sprecherin gegenüber pressetext. Für Werbetreibende sei es nun möglich, ihre Kampagnen noch tiefer mit der Plattform zu verzahnen.

Ähnlich wie Last.fm mit seiner Software den Musikgeschmack der Nutzer ergründet, aufeinander abstimmt und Empfehlungen abgibt, kann auch die Werbung an die jeweiligen Vorlieben angepasst werden. Allerdings stand und steht derart abgestimmtes Web-Marketing auch immer wieder in der Kritik von Datenschützern. Das Aufzeichnen und Nachverfolgen des Surfverhaltens überschreitet mitunter die Grenze zur Verletzung der Privatsphäre eines Nutzers. Für Hyman gibt es bei Last.fm aber keinen Anlass zur Sorge. Web-Anzeigen hätten schon immer auf die Nutzer abgestimmt werden können, etwa wie Google es seit jeher praktiziert und Werbung entsprechend der Suchanfragen schaltet.

Auch auf der Webradio-Plattform sei zielgerichtete Werbung nichts Neues und bereits in der Vergangenheit eingesetzt worden. Künftig werde der Erfolg der Online-Anzeigen davon abhängen, wie einnehmend und attraktiv sie gestaltet sind. Die zahlenden Abonnenten werden wie bisher auch in Zukunft überhaupt keine Werbung zu sehen bekommen. Wie das neue Design bei der breiten Nutzergemeinde ankommt, bleibt abzuwarten - denn es unterscheidet sich deutlich vom alten. Zumindest aber durften die Abonnenten am neuen Look mitarbeiten. “In der ersten Phase der Beta-Version haben wir über 10.000 Premium-Nutzer eingeladen, diese vorab zu testen”, sagt die Sprecherin auf Nachfrage von pressetext. Die Hinweise und Ideen seien während des gesamten Entwicklungsprozesses in die Weiterentwicklung der neuen Website eingeflossen und hätten viele Gestaltungsprozesse beeinflusst. “Das Feedback, das wir bisher bekommen haben, zeigt, dass der größte Teil der Last.fm-Community mit der neuen Version sehr zufrieden ist.”


www.aol.de

Juli 18, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

Web 2.0 lockt Unternehmen mit Produktivitätssteigerung

Berlin (pte) - Die deutsche Wirtschaft zeigt zunehmendes Interesse am Web 2.0. Laut einer aktuellen BITKOM-Studie wollen die Unternehmen zumindest künftig ihre Aktivitäten rund um Blogs, Wikis und soziale Netzwerke ausbauen. Rund die Hälfte der Firmen nutzt bereits Web-2.0-Technologien, 60 Prozent wollen dies in Zukunft verstärken. “Diese Betriebe können damit die vorhandenen Informationen besser erschließen als zuvor”, erklärt Christian Hallerberg, Pressesprecher Public Sector & Neue Märkte beim BITKOM, auf Nachfrage von pressetext. Obwohl 80 Prozent der Unternehmen im Zuge der Untersuchung sagten, dass sie der Meinung sind, die Bedeutung von sozialen Netzwerken und Blogs werde weiter zunehmen, wird das Potenzial derzeit noch nicht entsprechend ausgeschöpft. Dies zeigte zuletzt eine Studie von Gartner, wonach der Trend zu Social Networks von Firmen bislang weitgehend unbeachtet blieb.

Anders als etwa Gartner-Forscher Jeffrey Mann sieht der BITKOM aber bereits einen erfolgreichen Eintritt der Unternehmen in das Zeitalter Web 2.0. “Die ursprünglich im privaten Bereich eingesetzten neuen Technologien wie Blogs haben den Sprung in die Firmen geschafft - in aller Regel verläuft der Weg in die andere Richtung”, meint BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Dass Weblogs, soziale Netzwerke und Wikis die Produktivität der Unternehmen erhöhen, darüber wiederum sind sich die Branchenkenner einig. Im Kern gehe es darum, den Austausch von Wissen in einer Organisation zu erleichtern und die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern zu verbessern. “In Unternehmen oder Verwaltungen mit Tausenden Mitarbeitern ist das von unschätzbarem Wert”, so Hallerberg.

Durch die Web-2.0-Instrumente könnten zum Beispiel aufwendige Suchprozesse vermieden werden, weil Informationen strukturiert vorliegen. “Außerdem können sie einen persönlicheren Kontakt zu Kollegen schaffen - vor allem in großen Unternehmen oder in Firmen mit mehreren Standorten”, ergänzt Hallerberg. Am stärksten werden der BITKOM-Erhebung zufolge derzeit sogenannte Wikis genutzt. Mitarbeiter, Partner oder Kunden können online Inhalte verfolgen und sie weiterentwickeln. Blogs wiederum bieten die Möglichkeit, Arbeitsvorgänge transparenter zu gestalten und zu dokumentieren. Im Prinzip ist bei allen Anwendungen Selbstorganisation gefragt.

Zwei Drittel der befragten Firmen, die bereits Web 2.0 einsetzen, haben auch positive Erfahrungen damit zu vermelden. Die Unternehmen können Informationen schneller recherchieren und besser auf Markttrends reagieren. Außerdem würden sich die Mitarbeiter aktiv mit der Unternehmens-IT auseinandersetzen, so ein weiteres Studienergebnis. Deutlich wird aber auch, was im Zweifelsfall gegen den Einsatz von Social Networks, Blogs und Wikis spricht. So ist manchen Firmen schlichtweg der Nutzen unklar und es werden Sicherheitsrisiken befürchtet. “Grundsätzlich eignen sich Web-2.0-Angebote für alle Unternehmen. Also überall dort, wo Informationen zwischen Menschen ausgetauscht werden müssen”, meint Hallerberg. Natürlich werde der Einsatz sinnvoller, je mehr Menschen in einer Firma mit dem Computer arbeiteten.


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Juli 18, 2008 Verfasst von newscologne | Medien, Unternehmen | | Keine Kommentare

Webdienst für Dokumentarfilme gestartet

Washington (pte) - Jedes Jahr werden tausende Dokumentarfilme gedreht, aber nur wenige davon schaffen es letztendlich auch in die Kinos. Mit SnagFilms ist gestern, Donnerstag, eine Online-Plattform gestartet, über die Internetnutzer kostenlos auf eine Vielzahl derartiger Dokumentation zugreifen können. Auf der Webseite können Interessierte bereits beim Start über 250 Filme aus Kategorien wie Politik, Gesellschaft, Kultur oder Umwelt per Videostream anschauen. Um deren weitere Verbreitung voranzutreiben, ist es zudem möglich, die Streifen auch auf der eigenen Webseite, einem Social Network oder Blog einzubinden. Ziel des Dienstes sei es laut eigenen Angaben, “den Flaschenhals im Vertrieb qualitativ hochwertiger Dokumentationen zu überwinden, der dafür verantwortlich ist, dass viele gute Filme ihr Publikum nicht erreichen oder nicht genug Geld eingespielt haben”. Außerdem biete das Angebot Medienunternehmen die Möglichkeit, bereits verstaubte Dokumentarfilme aus ihren Archiven auszugraben und einem weltweiten Publikum anzubieten.

“Nie zuvor sind derart viele qualitativ hochwertige und gesellschaftlich relevante Dokumentarfilme produziert worden. Doch obwohl jedes Jahr zehntausende dieser Filme zu Filmfestivals geschickt werden, schafft es nur eine Handvoll davon auch in die Kinos”, erklärt Ted Leonsis, ehemaliger AOL-Vizechef und Vorsitzender von SnagFilms. Zwei oder drei Jahre, nachdem sie den üblichen Distributionsweg durchlaufen hätten, seien die meisten Streifen zudem kaum noch im Handel zu finden. “SnagFilms wurde gegründet, damit jeder, der eine eigene Webseite hat, in einem Blog veröffentlicht oder an einem sozialen Netzwerk teilnimmt, ein Online-Multiplex-Kino eröffnen kann”, erläutert Leonsis. Auf diese Weise sollen die Filme eine wesentlich bessere Verbreitung erlangen und für ein breites Publikum zugänglich gemacht werden.

Derzeit befindet sich die Online-Plattform zwar noch in einer Beta-Testphase, das Angebot an Dokumentarfilmen auf der Seite ist aber bereits zum Start beachtlich. So finden sich dort aktuell über 250 Filme aus den verschiedensten thematischen Bereichen, weitere 200 Titel sollen in den nächsten Wochen hinzukommen. Mit im SnagFilms-Programm sind derzeit beispielsweise Naturdokus von National Geographic, ein Filmporträt von Arnold Schwarzenegger, eine Dokumentation über Bob Marley oder der bekannte Fast-Food-Film von Morgan Spurlock “Super Size Me”. Abgespielt werden die Beiträge dabei in einem Flash-Videoplayer im Browserfenster. Finanziert wird der Dienst über Werbeeinblendungen. Für nähere Informationen zum Thema des gerade betrachteten Films werden zudem weiterführende Links etwa zu Hilfsorganisationen angeboten.

Für die unabhängige Filmszene gewinnt das Internet zunehmend an Bedeutung. Ein Beispiel hierfür ist der erst kürzlich gestartete Online-Dienst Reframe, der durch eine Kooperation des New Yorker Tribeca Film Instituts mit dem Online-Händler Amazon möglich wurde. Als Internet-Marktplatz für Film- und Videoraritäten konzipiert, sollen dort vor allem solche filmischen Werke vertrieben werden, die ansonsten im herkömmlichen Handel nur sehr schwer bis gar nicht zu finden sind.


Hitflip - Tauschen statt kaufen

Juli 18, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

Online-Plattform entlarvt böse Nachbarn

Santa Barbara (pte) - Die US-amerikanische Online-Plattform Rottenneighbor.com sorgt nicht nur in den USA für Aufsehen. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz loggen sich zunehmend mehr Menschen auf der Internetseite ein, um über die Verhältnisse innerhalb der eigenen Nachbarschaft Auskunft zu geben. Die Idee des Webportals: Nutzer sollen sich vor einem Umzug über die Bedingungen in der zukünftigen Wohngegend informieren können. Mitglieder der Rottenneighbor-Community setzen hierfür bestimmte Markierungen auf die entsprechenden Orte einer Google-Maps-Satellitendarstellung. Die Farbe des Markers gibt dann Aufschluss darüber, ob ein potenzieller Nachbar sich als solcher gut verhält oder nicht. Ein rotes Haus steht beispielsweise für einen bösen Nachbarn, Interessenten sollten folglich diese Wohngegend eher meiden. Bei einem Klick auf das Symbol erhält der Nutzer zudem nähere Informationen zu den Gründen der abgegebenen Wertung. Die Absicht des aus den USA stammenden Betreibers ist es nach eigenen Angaben, das wachsende Sicherheitsbedürfnis der Menschen auch am Immobilienmarkt zu befriedigen.

“Hinter dieser Plattform verbirgt sich nichts anderes als die moderne Methode des Blockwart-Systems, das wir aus der Zeit des Nationalsozialismus kennen”, erklärt Hans Zeger, Obmann des Vereins für Datenschutz Arge Daten, im Gespräch mit pressetext. Die Argumentation des Seitenbetreibers, dass der Online-Dienst lediglich eine Reaktion auf den zunehmenden Wunsch der Menschen nach Sicherheit sei, kann Zeger nicht nachvollziehen. “Das ist keine Frage von Sicherheit, sondern eine des Zusammenlebens. Außerdem kann nicht garantiert werden, dass die so abgegebenen Kommentare der Wirklichkeit entsprechen. Das sind im Grunde nichts anderes als subjektive Einschätzungen der Nutzer”, kritisiert Zeger.

Neben moralischen Aspekten seien in diesem Zusammenhang aber vor allem auch rechtliche zu bedenken. “Sofern sich die auf der Seite veröffentlichten Kommentare auf eindeutig bestimmbare Personen beziehen, ist der Dienst etwa nach geltendem österreichischen Recht illegal”, stellt Zeger fest. Da der verantwortliche Betreiber aber aus den USA stammt, sei eine rechtliche Verfolgung im aktuell vorliegenden Fall äußerst schwierig. “Ein solches Angebot wäre in Deutschland sicher rechtlich problematisch. Nicht nur, dass es hier um Beleidigungen und Verleumdungen geht. Auch der Wert bestimmter Immobilien könnte durch diese Internetseite deutlich sinken”, stellt auch Verena Eckert, Rechtsexpertin der IT-Recht-Kanzlei, gegenüber pressetext fest. Die betroffenen Personen, Geschäftsleute und Hausbesitzer würden sicher prüfen, ob sie Schadenersatzansprüche geltend machen können und beim Vorlegen geeigneter Beweise dürfte ihnen das auch gelingen, so Eckert.

Das Bild, das sich gegenwärtig auf Rottenneighbor.com zeigt, ist recht einseitig. So finden sich etwa im Großraum Berlin mittlerweile über 20 Markierungen. Nur wenige davon sind grüne Häuschen, die große Mehrheit kennzeichnet böse Nachbarn. Laut einer Eintragung würden etwa in der geschichtsträchtigen Wilhelmstraße, wo unter anderem auch das Reichskanzleramt angesiedelt ist, Personen mit “asozialem Verhalten” verkehren, die “den Abend bis zum Sonnenaufgang mit viel Qualm und Lärm ausklingen lassen”. Auch in Zürich und Wien finden sich ähnliche negative Einträge. Nach Beschwerden von Menschen, die sich zu Unrecht attackiert fühlten, musste der Betreiber auf der Seite nachträglich eine Möglichkeit einfügen, durch die ein Posting auch wieder entfernt werden kann. Um einen Eintrag zu löschen, müssen mehrere Nutzer auf den Button “flag for removal” klicken.


Stadthunde.com - Die Community für Hundeliebhaber

Juli 18, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

MySpace-Contest für asiatische Game-Entwickler

New York (pte) - Das soziale Netzwerk MySpace hat einen Contest für asiatische Videospiel-Entwickler gestartet. Mit dem Projekt TheGame08 ruft MySpace junge Entwickler in Ländern wie China, Japan, Korea oder Indien dazu auf, Applikationen für Casual Games zu programmieren, die dann auf der Plattform integriert werden. Der Wettbewerb soll dem sozialen Netzwerk nicht zuletzt dabei helfen, seine Popularität auf dem asiatischen Markt zu steigern. Bis zur Tokyo Game Show im Oktober können die Entwickler um die beste Applikation wetteifern und den von MySpace erhofften “Social Game Hit” programmieren.

Die Teilnehmer mit einem Mindestalter von 18 Jahren können allein oder in Gruppen von bis zu drei Personen bei dem Wettbewerb mitmachen. Eine von MySpace eingesetzte Jury, auch Plattform-Präsident Tom Anderson ist mit an Board, ermittelt regionale Semi-Finalisten, die dann zur Tokyo Game Show entsandt werden. Der endgültige Gewinner wird dann am 9. Oktober bei dem Gaming-Event gekürt. “MySpace bestimmt die Zukunft des Online-Casual-Gaming mit, indem eine Plattform für die besten und strahlendsten Entwickler aus dieser Community zur Verfügung gestellt wird”, so Steve Pearman, Senior Vice President Product and Strategy MySpace.

TheGame08 ist das erste derartige Projekt, das von MySpace grenzüberschreitend in Asien initiiert wurde. “Ich freue mich auf die einzigartigen und tollen Applikationen, die dieser Contest hervorbringen wird”, ergänzt Pearman. Jenes Game, das zum Sieger gewählt wird, soll infolge neben Chinesisch, Japanisch und Koreanisch auch in Englisch angeboten werden. Außerdem will MySpace für den Gewinner und seine Applikation die Werbetrommel rühren und nicht zuletzt auch ein paar Geldbeträge ausschütten.

Im Gegenzug erfährt das soziale Netzwerk mehr Aufmerksamkeit für seine Applikationen und kann seine Position in Asien ausbauen. Bis dato ist es für westliche Plattformen beispielsweise in Ländern wie China nicht immer ganz einfach zu bestehen. Außerdem konnte MySpace, weil sich das Unternehmen dem OpenSocial-Standard angeschlossen hat, bisher nicht wirklich mit eigenen bahnbrechenden Applikationen aufhorchen lassen. Das meiste, was auf MySpace zu finden ist, gibt es in der Regel auch in den anderen sozialen Netzwerken und Communitys. Ein exklusives Original, das die Aufmerksamkeit der Medien erregt, könnte durchaus für Begeisterung sorgen.


Wir starten, Du sparst!

Juli 18, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

Online-Videos: Facebook ist YouTube auf den Fersen

London/Köln/Berlin (pte) - Facebook und viele andere Social Networks gewinnen als Videoplattformen an Bedeutung. Neben dem Marktführer YouTube war Facebook in Großbritannien zuletzt gemeinsam mit ITV.com jene große Webseite, die im Bereich Online-Videos am stärksten zulegen konnte. Zwar beherrscht Google mit seinem Videoportal nach wie vor klar das Feld, doch Facebook holt laut aktuellen comScore-Zahlen auf und scheint mit seinen neuen Videoangeboten Erfolg zu haben. In den vergangenen Monaten fügte Facebook neue Videoapplikationen auf dem Netzwerk ein und erreicht damit nun monatlich knapp zwei Mio. Nutzer. Generell legt die Nutzung von Online-Videos in Europa derzeit stetig zu. Allein in Deutschland schauten im Mai rund 26 Mio. Menschen mehr als drei Mrd. Online-Videos. Das bedeutet, das mittlerweile drei von vier Internetnutzern von Online-Videoangeboten Gebrauch machen.

Nicht nur Facebook, auch andere Social Networks und Webseiten bauen ihre Videoprogramme zunehmend aus und verzeichnen deutliche Zuwächse. Vorreiter YouTube wird sich künftig gegen immer mehr Wettbewerber behaupten müssen. “Die Entwicklung ist weiter steigend. Rechtegeklärte Inhalte werden auf unseren Plattformen und insbesondere auch in den USA gut angenommen. Ein Beispiel für den deutschsprachigen Raum ist Big Brother auf sevenload”, erklärt Andreas Heyden, COO sevenload, gegenüber pressetext.

Um die Vormachtstellung von Google im Videobereich anzugreifen, sind die anderen Plattformen auch um Abgrenzung bemüht. “Mit 500 Mio. Streams pro Monat ist MySpace die weltweit zweitgrößte Videoplattform. Die bei MySpace hochgeladenen Videos haben im Gegensatz zum reinen Videoportal oft eine persönliche Komponente”, meint Mats Wappmann, Sprecher von MySpace Deutschland, auf Nachfrage von pressetext. MySpace sei Social Community und Entertainmentplattform zugleich und werde von vielen Usern genutzt, um sich über Videocontent darzustellen und mitzuteilen. Auch bei sevenload will man Alternativen bieten. “Während YouTube eine gewaltige Suchmaschine für Videos aller Art darstellt, setzt sevenload auf Premiuminhalte in den Kanälen”, sagt Heyden. Indem redaktionelle Produktionen der Content-Partner mit nutzergenerierten Inhalten gemischt würden, erzeuge das Unternehmen auf den Plattformen ein ideales Umfeld für Werbetreibende und Content-Inhaber.

Fest steht, dass das Thema Online-Video im Massenmarkt angekommen ist. Die Nutzung stellt kein Novum mehr dar und findet mittlerweile bei einer breiten Masse statt. Insbesondere bei den jüngeren Generationen sind Internet-Videos nicht mehr wegzudenken und der Film- bzw. TV-Konsum im Netz weitaus beliebter als das klassische Fernsehen. “Laut der aktuellen AGOF-Information wird die Nutzung an die soziodemografische Struktur der Gesamtbevölkerung angeglichen”, bestätigt Heyden. Videos im Internet stellten kein Nischenmedium mehr dar, sondern seien zu einem Massenphänomen geworden. MySpace vereint eine große Anzahl Nutzer mit unterschiedlichen Interessen auf einer Plattform. Sie alle schauen Videos - mit entsprechend unterschiedlichen Inhalten”, ergänzt Wappmann.


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Juli 17, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare