Stockholm (pte) - Das Mobiltelefon-Joint-Venture zwischen Sony und Ericsson hat am Freitag einen dramatischen Gewinneinbruch vermeldet. Unternehmensangaben zufolge ist das Nettoergebnis im zweiten Quartal gegenüber 220 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf nur mehr sechs Mio. Euro geschrumpft. Mit einem Minus von zwei Mio. Euro im EBIT bleibt der Handy-Hersteller hinter den Erwartungen des Marktes. Analysten hatten einen Gewinn des operativen Ergebnisses in gleicher Höhe prognostiziert. Ende Juni hatte der Konzern bereits eine erneute Gewinnwarnung gegeben. Dabei konnte das Joint Venture mit 24,4 Mio. abgesetzten Geräten verglichen mit dem ersten Quartal 2008 wieder um knapp zwei Mio. Stück aufholen.
“Sony Ericsson bedient nicht alle Marktsegmente und muss in den anderen Bereichen profitabel sein, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können”, erklärt Unicredit-Analyst Roland Pitz gegenüber pressetext. So sei das schwache Quartalsergebnis dem Unternehmen zufolge mitunter auf rückläufige Absätze bei mittel- und hochpreisigen Modellen zurückzuführen. Das Marktumfeld verschärfe sich hinsichtlich eines zunehmenden Konkurrenzdrucks weiter. Darüber hinaus hätten negative Wechselkurseffekte das Ergebnis gedrückt.
Während der Umsatz von 2,82 Mrd. Euro die Erwartungen leicht übertrifft, bleibt das Ergebnis vor Steuern mit acht Mio. Euro wiederum hinter den Prognosen der Experten, die im Schnitt mit zehn Mio. Euro gerechnet hatten. Der durchschnittliche Verkaufspreis von Sony-Ericsson-Geräten setzte sich mit minus neun Euro gegenüber dem zweiten Quartal 2007 bei 116 Euro fest. “Unser Ziel ist es, eine jährliche Reduktion von 300 Mio. Euro an operativen Aufwendungen zu erreichen”, so Konzern-Chef Dick Komiyama. In Hinblick auf das Gesamtjahresergebnis bleibt das Unternehmen optimistisch. Die Handyverkaufszahlen sollen im Vergleich zum Vorjahr angesichts eines erhofften starken Wachstums in den Emerging Markets auf einem niedrigeren Preisniveau um zehn Prozent steigen.

Juli 19, 2008
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Witten (pte) - Der Begriff “Familienunternehmen” hat sich in der Bevölkerung als Marke etabliert. Zugleich genießen familiengeführte Unternehmen in einigen Bereichen mehr Vertrauen als börsennotierte Firmen. Vor allem große Familienunternehmen werden als kompetent und auf globale Herausforderungen vorbereitet eingestuft, zeigt das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) in einer aktuellen Erhebung. Zudem werden mittelständische familiengeführte Konzerne als besonders mitarbeiterorientiert angesehen, auch Standorttreue und Stabilität wird ihnen zugeschrieben. Verstößt ein Familienunternehmen gegen moralische Standards, kann es dadurch jedoch mehr Schaden nehmen als börsennotierte Betriebe.
“Interessanterweise wurden noch vor wenigen Jahren Familienunternehmen eher als altmodisch und als Auslaufmodell beschrieben. Heute wird Familienunternehmen - so unsere Studie - großes Vertrauen entgegengebracht. Vielleicht weil sie der ‘Wirtschaft ein Gesicht geben’, wie die Nordrhein-Westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben gern sagt”, erklärt Arist von Schlippe, Akademischer Direktor des WIFU, auf Nachfrage von pressetext. Das Image von Familienunternehmen sei demnach in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Laut Berechnungen des WIFU wird mehr als die Hälfte der deutschen Bruttowertschöpfung in Familienunternehmen erbracht, rund 70 Prozent aller Arbeitsplätze sind in diesen Betrieben zu finden. Ein großes Familienunternehmen, das derzeit für Schlagzeilen sorgt, ist etwa Schaeffler, das ein Übernahmeangebot für den Reifenhersteller Continental vorgelegt hat. Aber auch Porsche, Otto oder Oetker sind Familienunternehmen, die sich zu einer starken Marke entwickelt haben.
Obwohl der Begriff Familienunternehmen langsam Markenstatus gewonnen hat, wird das Potenzial dieses Vorteils in der Markenstrategie der Unternehmen noch nicht ausgeschöpft. “Bislang wird die Karte ‘Familienunternehmen’ nur relativ selten ausgespielt”, so Schlippe. Werden moralische Standards verletzt, ist der Vertrauensverlust bei Familienunternehmen in der Bevölkerung jedoch nicht nur nachhaltig, sondern auch größer als bei börsennotierten Unternehmen, sagt Schlippe. “Familienunternehmen werden sehr genau beobachtet. Da man in sie große Hoffnungen setzt, ist der ‘Absturz’ umso tiefer. Bei den großen Publikumsgesellschaften scheint die Erwartung ohnehin sehr negativ zu sein, da gibt es dann sozusagen nichts mehr zu enttäuschen.”
Während es vor allem in der Wahrnehmung von Familienunternehmen und börsennotierten Großunternehmen große Unterschiede gibt, werden mittelständische Firmen ähnlich wie familiengeführte Betriebe wahrgenommen. Aussagen wie “mir persönlich wichtig”, “idealer Arbeitgeber” oder “ideales Unternehmertum” werden beiden Unternehmenstypen zugeordnet. Das Familienunternehmen liegt damit nach Aussagen der im Rahmen der Erhebung befragten Personen von allen Unternehmensformen den persönlichen Werten am nächsten. Börsennotierte Unternehmen werden in dieser Hinsicht eher negativ erlebt.
Auf die Herausforderung der Globalisierungen sind börsennotierten Unternehmen jedoch nach in der Bevölkerung vorherrschenden Meinung besser vorbereitet. Zumindest großen Familienunternehmen werden diesbezüglich auch als kompetent angesehen, nicht aber mittlere und kleinere familiengeführte Betriebe. Anders als börsennotierte Unternehmen würden Familienunternehmen eher auf Kontinuität und eine langfristige Perspektive setzen.

Juli 19, 2008
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New York (pte) - Die Quartalsbilanzen der großen Bankhäuser sorgen in diesen Tage wieder für Unruhe auf den Kapitalmärkten. Während die US-Großbank Merrill Lynch gestern, Donnerstag, nach US-Börsenschluss mit einem weiteren Verlust in Mrd.-Höhe schockierte, sorgte die Citigroup trotz roter Zahlen für positive Überraschungen. Der Verlust fiel niedriger aus als erwartet, die Gesamterträge lagen zugleich über den Prognosen der Analysten. Die Finanzkrise belastete die Citigroup jedoch auch im abgeschlossenen zweiten Quartal mit Abschreibungen in Höhe von mehreren Mrd. Dollar, zugleich stiegen die Kosten für Verbraucherkredite an. Der Aktienkurs des Unternehmens legte an der New York Stock Exchange (NYSE) zeitweise um mehr als zehn Prozent zu.
Insgesamt verbuchte die Citigroup zwischen April und Juni einen Nettoverlust von 2,5 Mrd. Dollar bzw. minus 54 Cent je Aktie, im Vorjahresquartal hatte man noch einen Gewinn von 1,24 Dollar verzeichnet. Die Einnahmen der international tätigen Bank gingen um 29 Prozent auf 18,7 Mrd. Dollar zurück. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Minus von 67 Cent je Aktie sowie Erträgen von 17,44 Mrd. Dollar gerechnet. Die Umsatzentwicklung wurde vor allem durch weitere Abschreibungen belastet, teilte die Citigroup mit. Diese summierten sich im zweiten Quartal auf 7,2 Mrd. Dollar, wobei der Großteil mit 3,5 Mrd. Dollar auf Subprime-Kredite entfiel. Die Kosten für Verbraucherkredite erhöhten sich um 4,5 Mrd. Dollar. Die positiven Überraschungen im Rahmen der Quartalsbilanz wirkten sich auch auf den Aktienkurs des Unternehmens aus. Das an der NYSE gehandelte Wertpapier legte in den ersten Handelsstunden kräftig zu und notierte bei Redaktionsschluss dieser Meldung (16:30 Uhr) mit plus 8,35 Prozent bei 19,47 Dollar.
Besonders stark fiel der Umsatzrückgang in Nordamerika aus. Hier gingen die Einnahmen um 45 Prozent auf 7,73 Mrd. Dollar zurück. Der Gewinn des Vorjahresquartal von 3,4 Mrd. Dollar wandelte sich in einen Verlust von 3,3 Mrd. Dollar. Die zweitgrößten Einbußen wurden in der Region Europa, Naher Osten und Afrika verbucht (minus 19 Prozent). Gegenüber dem ersten Quartal habe man den Nettoverlust halbiert, betont Citigroup-CEO Vikram Pandit. Tatsächlich lag das Unternehmen im vorangegangenen Quartal mit 5,1 Mrd. Dollar in den roten Zahlen. Der Verlust je Aktie betrug 1,02 Dollar.
Pandit entschloss sich für einen Restrukturierungskurs der Gruppe, um nach Verlusten im Rahmen der Finanzkrise Kosten zu senken. Zehn bis 20 Prozent der Ausgaben sollen eingespart werden. In diesem Rahmen hat das Unternehmen bereits sein CitiStreet-Geschäft sowie die deutsche Citibank veräußert. Aus dem Verkauf der Citibank erwartet die Muttergesellschaft einen Gewinn nach Steuern von vier Mrd. Dollar.
Merrill Lynch gab Donnerstagabend einen Verlust von 4,9 Mrd. Dollar bekannt. Je Aktie vergrößerte sich der Verlust auf 4,97 Dollar, bereinigt um Restrukturierungskosten lag er bei 4,42 Dollar. Die Analystenschätzungen von minus 1,94 Dollar je Aktie wurden damit weit verfehlt. Die Aktie stürzte an der NYSE allein im nachbörslichen Handel um mehr als sieben Prozent ab.

Juli 19, 2008
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Fribourg/Bonn (pte) - Der Markt für Mehrwertdienste im deutschsprachigen Raum wird nach den Ergebnissen einer Studie der Universität Fribourg in der Schweiz in den nächsten Jahren weiter stark wachsen. Allein im Jahr 2005 hatte der deutsche Markt demnach ein Umsatzvolumen von 1,65 Mrd. Euro. Gleichwohl, so die Analyse des Lehrstuhls für Management der Informations- und Kommunikationstechnologie, geben die Deutschen weniger für Mehrwertdienste aus als beispielsweise die Schweizer, die hier aufgeschlossener seien.
Studienautor Martin Züst erwartet, dass sich die Mehrwertdienste weiter vom Festnetz zum Mobilfunk verlagern werden. Besonders interaktive Formate hätten demnach Zukunft: “Die Zukunft von Mehrwertdiensten liegt stark in interaktiven Formaten über alle Medien hinweg und nicht nur im TV, wo die Zuschauerbeteiligung eine immer größere Rolle spielt. Auch die Marketing-Abteilungen der Unternehmen nutzen das Potenzial im Bereich Video-Mehrwertdienste noch zu wenig, obwohl die Möglichkeiten hier sehr vielseitig sind und ein beachtliches Potential besteht”, so Züst.
Auch wenn immer neue Geschäftsmodelle auf den Markt drängen, sehen Experten die Mehrwertdienste differenziert: Als einen “Markt im Umbruch” bezeichnet Renatus Zilles, Vorsitzender der Geschäftsführung des Bonner Mehrwertdiensteanbieters NEXT ID die derzeitige Situation. Bestehende Geschäftsmodelle müssten in die All-IP-Welt überführt und die Voraussetzungen geschaffen werden, um innovative Dienste zu entwickeln. Mit der Konvergenz von Telekommunikation und Medien sowie dem Zusammenwachsen von Festnetz, Internet und Mobilfunk würden bisherige Marktgrenzen verschwinden.
Natürlich werde das Geld künftig stärker im mobilen Internet verdient. “Aber im Interesse der Verbraucher benötigen wir bereits jetzt transparente und niedrigere Endkundenpreise in klassischen Mehrwertdienstebereichen - beispielsweise für Anrufe aus den Mobilfunknetzen zu Mehrwertdiensten”, fordert Zilles. In der freien Preisgestaltung der Mobilfunker für diese Mehrwertdiensteangebote, für die sie lediglich den Zugang ermöglichen, sieht er eine Ungleichbehandlung. In Einzelfällen komme es zu Auswüchsen mit Preisaufschlägen von 1.000 bis 2.000 Prozent.
Zilles setzt deshalb auf das in Österreich praktizierte, transparente Preismodell. “In Österreich verbleiben vom Endkundentarif 15 bis 18 Prozent beim Mobilfunkbetreiber. Für die gleiche Leistung beanspruchen die Mobilfunkbetreiber in Deutschland bis zu 52 Prozent”, erläutert er die Diskrepanz. Von der Bundesnetzagentur erwartet er daher eine stärkere Regulierung dieses Segments und verlässliche Rahmenbedingungen, um Wachstumschancen nutzen zu können und die Preistreiberei der Mobilfunker zu beseitigen. Der Status quo schade nicht nur nachhaltig den “alten” Mehrwertdienste-Markt, sondern habe auch negative Auswirkungen auf die Konvergenz der Medien. Das Vertrauen in Vergütungssysteme im Mobilfunk werde allgemein nachhaltig geschädigt. Dies könnte sich auch auf Bezahldienste des mobilen Internets ungünstig auswirken.

Juli 18, 2008
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Mountain View (pte) - Der Suchmaschinenbetreiber Google konnte im zweiten Quartal die Erwartungen des Marktes nicht erfüllen. Angesichts der besonders in den USA herrschenden wirtschaftlichen Flaute und einem abgeschwächten Werbewachstum bleibt der Konzern hinter den Prognosen der Analysten. Zwar steigerte Google den Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent auf 1,25 Mrd. Dollar bzw. 4,63 Dollar je Aktie, Experten hatten jedoch ein Plus von durchschnittlich 4,74 Dollar pro Aktie erwartet. Der Internet-Riese begründet die enttäuschende Bilanz mit geringeren Zinseinnahmen und höheren Absicherungen gegen Währungsschwankungen. An der Börse NASDAQ rasselte das Google-Papier nachbörslich mit mehr als acht Prozent in den Keller und liegt derzeit bei einem Wert von 533,44 Dollar.
“Dass das zweite Quartal schwierig werden würde, sollte eigentlich bekannt gewesen sein. Die Prognosen waren meiner Meinung nach etwas zu ambitioniert angesetzt und wurden schlussendlich verfehlt. So dramatisch wie allgemein bewertet hätte ich das Google-Ergebnis nicht interpretiert. Dennoch hat die Aktie relativ heftig reagiert”, meint RZB-Analyst Leopold Salcher im Gespräch mit pressetext. In der Google-Bilanz macht sich eine deutliche Verlangsamung des Werbemarktes bemerkbar, die dem Konzern zusetzt. So wurden die Werbeanzeigen neben Suchergebnissen in den USA gegenüber dem zweiten Quartal 2007 zwar um 19 Prozent häufiger angeklickt, im dritten Quartal des Vorjahres lag die Wachstumsrate jedoch noch bei 45 Prozent.
Google spürt die Verlangsamung des Marktwachstums aufgrund der hohen Verflechtung und Abhängigkeit des Suchmaschinenbetreibers von Werbeanzeigen. Im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres ging die Klickrate auf bezahlte Werbung neben Suchergebnissen, dem Google-Kerngeschäft, erstmals sogar um ein Prozent zurück. Konzernangaben zufolge sei diese Entwicklung auf Maßnahmen gegen ungewollte Zufallsklicks zurückzuführen. “Das langsamere Werbegeschäft lässt sich meiner Meinung nach nur sehr schwer kompensieren. Es ist zwar möglich, in anderen Bereichen Einsparungen vorzunehmen, sinkende Werbeeinnahmen wett zu machen dürfte für Google aber beinahe unmöglich sein”, so Salcher gegenüber pressetext. Im Quartalsergebnis konnte der Internet-Konzern hauptsächlich vom internationalen Geschäft und dem schwachen Dollar-Kurs profitieren. Der Anteil des Auslandsgeschäfts macht mit 52 Prozent bereits mehr als die Hälfte aus und allein die Devisen-Kursveränderungen hätten den Umsatz um 88 Mio. Dollar erhöht. Insgesamt kletterte der Google-Umsatz um 39 Prozent auf 5,37 Mrd. Dollar.

Juli 18, 2008
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Taipeh/Parsdorf (pte) - Der taiwanesische LCD-Panelhersteller Chunghwa Picture Tubes (CPT) sieht es wegen der schwierigen Wirtschaftslage derzeit als unausweichlich, seinen Forecast für das kommende dritte Geschäftsquartal hinsichtlich der eigenen Auslastung nach unten zu korrigieren. Wie das asiatische Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf CPT-Vice-President James Wu berichtet, bedeute die aktuelle Kürzung der Auslastungsrate jedoch nicht, dass sich diese auch auf das gesamte Geschäftsjahr negativ auswirken wird. Angesichts der gesunkenen Nachfragesituation will der Panel-Konzern noch Ende dieser Woche entscheiden, zu welchem Maßnahmenpaket man greifen wird, um die Guidance neu ausrichten zu können.
“Da sich fast alle Unternehmen der Panel-Branche viel zu sehr auf den Markt mit digitalen Bilderrahmen, das sogenannte Picture-Frame-Segment, konzentriert haben, dieses sich aber sehr schlecht entwickelt hat, bestehen nun Überkapazitäten, die noch relativ lange den Markt belasten werden”, so Michael Wöginger, Vorstand der Actron AG, einem deutschen Vertriebshandel für elektronische Bauteile, im Gespräch mit pressetext. Laut dem Insider hat man sich sowohl bei den Erwartungen als auch bei den darauf aufbauenden Plänen “definitiv verspekuliert”. “Obwohl dieses Projekt gescheitert ist, rechne ich damit, dass sich die Branche mit der erhöhten Panel-Nachfrage in der Kampfklasse der Zehn-Zoll-EeePCs mittel- bis langfristig wieder aufrappeln wird. Damit können die Verluste aus nicht realisierten Picture-Frame-Projekten wieder wett gemacht werden”, fügt Wöginger hinzu.
Dem CPT-Manager zufolge macht sich die aktuelle Nachfrageschwäche nach LCD-Panels hingegen auch drastisch bei den für das dritte Quartal zu erwartenden Bestelleingängen bemerkbar. So schätzt das Unternehmen für die kommenden vier Monate, dass man aufgrund der konjunkturellen Absatzschwächen und den nach wie vor hohen Öl- und Rohstoffpreisen auch die Erwartungen hinsichtlich des Umsatzes anpassen muss. Genauere Angaben, mit wie viel Einbußen das Unternehmen rechnet, wollte Wu im Rahmen eines Pressebriefings jedoch nicht bekannt geben. Vielmehr habe man vor, sich auf die Veröffentlichung konkreter Zahlen hinsichtlich der bestehenden Panel-Lagerbestände zu konzentrieren, verdeutlicht Wu. Neben der Windenergieanlagen- und Airline-Industrie dürfte sich aber auch die Energie- und Rohstoff-Preiskrise indirekt auch die auf Panel-Branche auswirken.
Zwar hätten sich über die vergangenen zwei Monate irrationale Panel-Preisreduktionen in der Branche ergeben. Daraus ableitend seien die führenden Unternehmen mit ihrem Ausblick in die Zukunft jedoch zu pessimistisch, beklagt Wu. Laut dem Bericht wolle CPT vorerst selbst eine interne Inventur der Bestände durchführen. Man nehme aber bereits an, dass sich ein entsprechender positiver Turnover schon innerhalb von nur 30 bis 35 Tagen einstellen wird. Unterdessen plant Konkurrent Innolux Display seine monatlichen Kapazitäten von 90.000 auf 60.000 Stück herunterzufahren. Es wird damit gerechnet, dass sich die schwierige Wirtschafts- und damit verbundene Nachfragesituation mit höheren Überkapazitäten bis in die erste Hälfte des kommenden Jahres fortsetzen könnte, unterstreicht Innolux-Display-CFO Thomas Hsu. Obwohl Marktplayer HannStar Display derzeit nicht beabsichtigt, die geringen Überkapazitäten abzubauen, geht man davon aus, dass sich ein Turnover in nur 25 Tagen einstellen wird, so HannStar-Display-Vice-President Chih-Hao Chou.

Juli 18, 2008
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Berlin (pte) - Analysten der Dresdner Kleinwort haben in einem Kommentar vor einer möglichen Pleite der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin gewarnt. Das neue Kursziel der Experten lautet statt bisherigen 5,80 Euro ernüchternde 0,00 Euro. Einem n-tv-Bericht zufolge sei Aktionären der Fluglinie ein Verkauf der Titel dringend angeraten. Der Air-Berlin-Kurs ist aufgrund der Bankrott-Warnung zwar kurzzeitig unter Druck geraten, erholte sich jedoch im Tagesverlauf überraschend schnell. Zu Redaktionsschluss dieser Meldung (15:30 Uhr) liegt das Papier mit einem Minus von 2,45 Prozent bei einem Wert von 3,58 Euro.
Air Berlin signalisiert im Gespräch mit pressetext völliges Unverständnis für die Bewertung der Analysten und verweist auf die ausbleibende Reaktion an der Börse. Die Experten der Dresdner Kleinwort begründen ihren Kommentar hauptsächlich mit den derzeitigen Treibstoffkosten auf Rekordhoch. Das Unternehmen habe dem hohen Ölpreis nur wenig entgegenzusetzen. Schwächere Betriebe und solche mit einem hohen Anteil an Fremdkapital würden an finanziellen Problemen leiden. Getätigte Übernahmen würden in der Bilanz der Air Berlin in Form hoher Fremdkapitalanteile aufscheinen, wenngleich der Verzicht auf die Condor-Übernahme ein positives Signal gewesen sei.
Die hohen Treibstoffpreise zeigen ihre Wirkung und drücken auch die Quartalszahlen der Continental Airlines ins Minus. Während die US-amerikanische Fluglinie im zweiten Quartal des Vorjahres noch einen Gewinn von 228 Mio. Dollar verbuchen konnte, liegt der Verlust 2008 bei drei Mio. Dollar (ohne Sonderposten minus 25 Mio. Dollar). Bei der Air Berlin sind aufgrund der Kerosinkosten keine Teuerungen der Flüge abzusehen und der Flugbetrieb wird in gewohntem Maße fortgesetzt, wie aus dem pressetext-Gespräch hervorgeht. Die Airline habe bereits im Juni Anpassungen bei ihren Maschinen sowie deren Gewicht durchgeführt und sei ständig bemüht, Optimierungen vorzunehmen.

Juli 18, 2008
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Wiesbaden (pte) - Die Erzeugerpreise sind im Juni so stark gestiegen wie seit 25 Jahren nicht mehr. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sind die Preise um 6,7 Prozent nach oben geschossen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Eine ähnlich hohe Jahresteuerungsrate hatte es zuletzt im März 1982 gegeben, als die Erzeugerpreise mit einem Plus von 7,2 Prozent noch stärker zulegten als dieses Jahr. Volkswirte zeigen sich angesichts der ohnehin steigenden Lebenshaltungskosten über diese Entwicklung besorgt. Die Erzeugerpreise könnten mit einer Verzögerung Einfluss auf das Niveau der Verbraucherpreise nehmen.
“In der Vergangenheit zeigt sich gewiss, dass sich die Erzeugerpreise auf die Verbraucherpreise durchschlagen können. Die Höhe der dadurch verursachten Teuerungen variiert jedoch”, erklärt eine Destatis-Sprecherin auf Anfrage von pressetext. Wie stark sich der Anstieg der Erzeugerpreise auf die Kosten für Verbraucher auswirken werden, sei noch nicht abzusehen. Die Verbraucherpreise waren zuletzt im Juni um 3,3 Prozent angestiegen. Schuld an den Rekord-Teuerungen sind Destatis-Informationen zufolge einmal mehr die hohen Preise für Energie, die schon in den vergangenen Monaten den höchsten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate ausübten.
Während die Energiepreise gegenüber Mai 2008 um 2,6 Prozent kletterten, legten sie im Jahresvergleich um 17,9 Prozent zu. “Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich lediglich um 3,0 Prozent”, so das Statistische Bundesamt. In den Bereichen Strom, Gas und Energie prognostizieren Experten privaten Haushalten besonders angesichts der explodierenden Heizkosten in diesem Jahr erhebliche Mehrkosten.
Auf Öl-Heizungen kommen im Vergleich zu 2007 um bis zu 65,1 Prozent höhere Preise bei schwerem Heizöl zu. Ebenso sind leichtes Heizöl (plus 64,7 Prozent), Flüssiggas (plus 36,2 Prozent) und Dieselkraftstoffe (plus 30,8 Prozent) bedeutend teurer als im Vorjahr. Ökonomen zufolge sollen sich die gestiegenen Erzeugerpreise besonders in den Bereichen Strom mit plus 15,6 Prozent und Erdgas mit plus 14,6 Prozent auf die Verbraucherpreise durchschlagen. Der höchste Preisanstieg war jedoch im Segment der Vorleistungsgüter zu verzeichnen, wo die Kosten für Düngemittel und Stickstoffverbindungen um stolze 79,3 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen.

Juli 18, 2008
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Frankfurt am Main/Hamburg/Wien (pte) - Wegen der seit Monaten ansteigenden Öl- und Kraftstoffpreise könnte schon bald jeder vierte der rund 30.000 deutschen Taxibetriebe vor der Pleite stehen. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung heute, Donnerstag, unter Berufung auf den Deutschen Taxi- und Mietwagenverband BZP berichtet, leide auch die Transport- und Logistikbranche massiv unter den hohen Benzin- und Dieselpreisen. Experten rechnen damit, dass in diesem Segment rund fünf bis sieben Prozent der Unternehmen als unmittelbar bedroht anzusehen sind. Noch 2000 zählten die deutschen Taxibetriebe 465 Mio. Personenfahrten. Wegen der schwachen konjunkturellen Lage hatte sich die Zahl bis 2004 zunächst auf 350 Mio. reduziert, um sich 2007 bei rund 395 Mio. Fahrten wieder zu stabilisieren. Auch in Österreich wird die Lage trotz oder gerade zu Ende gegangenen Euro2008 für die Taxiunternehmen nur wenig besser beurteilt.
“Die Preise an den Tankstellen tun uns sehr weh. Zwar ist die Lage prekär, aber noch nicht so dramatisch wie in der Bundesrepublik. Was wir mit unserer aktuellen Unterschriftenaktion fordern, ist, dass die Branche in Zeiten wie diesen die Mineralölsteuer refundiert bekommt”, erläutert Karl Ramharter, Obmann des Verbands der Österreichischen Autotaxiunternehmer, im Gespräch mit pressetext. Laut dem Branchenvertreter werde man in Österreich von diesem Ziel trotz der Übergangsregierung und damit erschwerter Rahmenbedingungen auch künftig nicht ablassen. Die Fußball-Europameisterschaft habe wie auch im Gastronomiegewerbe nicht zu den erhofften Umsätzen geführt, ergänzt Ramharter. “Die Kongresse im Herbst sind für die Taxiunternehmen dringend nötig, um aus der Stagnation der Euro2008 wieder heraus zu kommen.” Da Taxibetriebe sowohl in Deutschland als auch in Österreich keinen unmittelbaren Einfluss auf die Tarifgestaltung haben und diese von den Ländern und Kommunen amtlich festgesetzt werden, wächst der politische Druck zusehends.
“Die Preisentwicklung für Deutschland seit rund einem Jahr ist nur ein weiterer Sargnagel für die Branche”, meint hingegen Thomas Krause von der Hamburger Gutachterfirma Linne+Krause, der in diesem Trend eine Bereinigung des Marktes sieht. Krause beobachtet als Sachverständiger für Städte und Kreise die Entwicklung auf dem Markt. Schon vor dem Preisanstieg hat er die Lage für einen Großteil der Firmen als prekär eingestuft. Das Rechenbeispiel zeigt die Auswirkungen aufgrund der hohen Spritpreise. Für einen Hamburger Taxiunternehmer durchschnittlicher Größe, der mehrere Wagen über 65.000 Kilometer im Jahr fahren lässt, musste dieser 2007 noch rund 6.100 Euro für Kraftstoff ausgeben. Heute sind es aktuellen Berechnungen zufolge inzwischen mehr als 8.000 Euro je Fahrzeug. Damit stieg der Anteil der Sprit- an den Gesamtkosten von elf auf mehr als 14 Prozent. Die Preise, die auch in Österreich nur mit Zustimmung durch beispielsweise einen Stadtrat festgesetzt werden, haben für die Bundesrepublik laut BZP bislang zu mehr als 800 Tarifen geführt.
Vor allem der immer größer werdende Spardruck bei den Krankenkassen bereitet einigen deutschen Firmen Kopfzerbrechen. Das Problem liegt darin, dass viele Kassen Sondertarife mit den Taxiunternehmen aushandeln, die anschließend von den Behörden genehmigt werden müssen. “Auf dem Land machen Krankenfahrten bis zu 90 Prozent aller Beförderungen aus”, sagt Dirk Holl, Geschäftsführer des Taxiverbands Deutschland. Problematisch sei jedoch, dass seit der Gesundheitsreform nur noch Krankenfahrten von Dialyse- oder Krebspatienten angerechnet werden. Außerdem würden die Kassen immer mehr als Nachfragemonopolisten auftreten, die ihre Konditionen durchsetzen könnten, so Holl. So könnte der Spritpreis dafür sorgen, dass noch mehr Taxifahrer in die Schwarzarbeit geraten.

Juli 17, 2008
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New York/Bad Homburg/Frankfurt (pte) - Der deutsche Medizintechnik- und Gesundheitskonzern Fresenius gerät nach der milliardenschweren Übernahme des US-amerikanischen Generikaherstellers APP Pharmaceuticals in Insidergeschäfte-Verdacht. Wie die Financial Times Deutschland heute, Donnerstag, unter Berufung auf US-Analystenkreise berichtet, hatte sich das Handelsvolumen mit APP-Papieren bereits am 25. Juni und damit knapp zwei Wochen vor der offiziellen Bekanntgabe der Übernahmepläne vom 7. Juli im Vergleich zum Vortag verfünffacht. Daraufhin legte der APP-Aktienkurs mehr als auffällig um sieben Prozent zu. “Die extreme Abweichung ist nicht durch öffentliche Nachrichten zu erklären”, zitiert der Bericht Christopher Thomas, einen renommierten Analysten des US-Marktforschers Measuredmarkets.
Zu diesem Schluss gelangt auch Robert Hable, Marktanalyst und Geschäftsführer von 2iQ Research, im Gespräch mit pressetext. “Da der Markt zu diesem Zeitpunkt recht schwach aufgestellt war, sieht eine Aktienkurssteigerung in diesem Ausmaß klar nach Insiderhandel aus.” Dem Experten nach stellt sich somit die Frage, ob und unter welchen Umständen Details über die anstehende Übernahme bereits zuvor durchgesickert sind und Insider davon womöglich profitiert haben. APP hingegen wurde auf die kurzzeitige Zunahme der Transaktionen erst am folgenden Morgen aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Aktienhandel aber wieder normalisiert. Fresenius hatte APP für rund 4,6 Mrd. Dollar gekauft, wobei der Deal dem Konzern 23 Dollar je Aktie Wert war.
Von APP-Vorstand Michael Sitrick heißt es unterdessen, dass man für den sehr kurzfristigen Transaktionsboom bislang noch immer keine schlüssige Erklärung gefunden hat. Fresenius hingegen lehnte bislang zwar eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab, schloss aber aus, an dem betreffenden Tag selbst am Markt tätig gewesen zu sein. Für Finanzanalyst Hable ist der Insiderhandel im Vorfeld von Übernahmetransaktionen keine Seltenheit mehr und schließlich “so alt wie die Börse selbst”. Laut Thomas seien sowohl auf Seiten Fresenius’ als auch bei APP mehrere Personen in die Planungen eingeweiht gewesen. Ein Insiderhandel sei vor diesem Hintergrund fast nie auszuschließen. “Obwohl einige Leute immer mehr wissen als andere, halte ich es vor allem mit Blick auf die USA aber für sehr unwahrscheinlich, dass sich die Konzernspitze wissentlich und leichtsinnig die Finger daran verbrennt”, meint Hable.
Diese Einschätzung ist nicht unbegründet. So kann die US-Finanzmarktaufsicht SEC nahezu jede Transaktion nachvollziehen. “Hierbei würden Verwandtschaftsverhältnisse der beiden Spitzen der Konzerne zu leicht entdeckt. Die US-Behörden gehen in dieser Hinsicht rigoroser vor als zum Beispiel in Deutschland. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist da eher ein zahnloser Tiger”, meint Hable. Dies wird durch die Daten Measuredmarkets bestätigt. So kommt der Marktforscher in einer Erhebung zu dem Fazit, dass bei mehr als 40 Prozent aller US-Übernahmen im Vorfeld verdächtige Handelsmuster zu beobachten sind. “Daher sind in den USA jährlich rund zehn bis 20 Verurteilungen wegen Insiderhandels keine Seltenheit”, so Hable gegenüber pressetext. Derzeit will die SEC keine Auskunft darüber geben, ob sie auch wegen des ungewöhnlichen Handelsvolumens mit APP-Aktien ermittelt.

Juli 17, 2008
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