Wetzikon (pts) - NetCologne, einer der größten deutschen Regionalcarrier, baut in der Messe- und Medienstadt Köln eines der schnellsten Datennetze Europas. Die ersten Ausbaugebiete des neuen Glasfasernetzes sind in Betrieb. Sie bieten Internetanschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s. Mit dem neuen Kleinverteiler Venus FML von R&M kann NetCologne schnell und effizient verkabeln.
Köln ist eine der ersten Städte Europas, die ein flächendeckendes FTTB-Hochleistungsnetz aufbauen (FTTB = Fiber to the Building). Mit dem neuen Glasfaserdirektanschluss bietet der regionale Carrier NetCologne Produkte an, die bisher am Ort überhaupt nicht möglich waren. Mit einer Bandbreite von 100 Megabit pro Sekunde liegt die Übertragungsgeschwindigkeit um ein vielfaches höher als bei dem gegenwärtig schnellsten verfügbaren Internetanschluss für Privatkunden. NetCologne bietet damit ein Netz, das für neue Anwendungen wie IPTV und Streaming in HDTV-Qualität geeignet ist. Darüber hinaus betrachtet man den Netzausbau als langfristige Investition und Plattform für künftige Anwendungen.
Zu den Merkmalen des Projekts zählt nicht nur die Leistungsfähigkeit des Netzes, sondern auch die konsequente Verlegung der Glasfasern bis in jedes Haus mit Hilfe der neuen Venus Box FML von R&M. Mit der Venus-Familie unterstützt R&M das Ziel, die aufwändige Feinverteilung von Glasfasern voranzutreiben, so dass Stadtviertel und Gewerbestandorte möglichst dicht erschlossen werden können - ein entscheidender Faktor beim schnellen Aufbau breitbandiger Next Generation Networks. Innerhalb der Häuser nutzt NetCologne die vorhandene Gebäudeverkabelung, um das VDSL Protokoll bis in die Wohnungen, Büros und Geschäfte zu liefern.
Das kleine Spezialgehäuse der Venus Box FML bietet Platz und Schutz für bis zu fünf Glasfaserabschlüssen. Sie lassen sich mit wenigen Handgriffen installieren, so dass NetCologne das Projekt auf Ebene der Netzabschlüsse schnell und effizient vorantreiben kann.
Auf dem Träger der Venus Box können verschiedene Fiber Optic-Stecksysteme montiert werden, was dem Anwender mehr Flexibilität ermöglicht. Als einer der ersten Carrier verwendet NetCologne die leistungsfähigen LC APC Glasfaserstecker, die erst seit kurzem genormt sind. Der LC APC wurde im Dezember 2007 in die Europäische Verkabelungsnorm EN 50173 als Standard für den Hausübergabepunkt aufgenommen.
Umfassender Schutz der Fasern war bei der Produktentwicklung maßgeblich. Das Gehäuse erfüllt die IP54-Schutzkriterien, lässt also keinen Staub und kein Spritzwasser durch. Es ist über mindestens 20 Jahre hinweg hochgradig widerstandsfähig gegen Verwitterung. Will man die Box versetzen, bleibt der Deckel geschlossen, die Glasfaseranschlüsse müssen nicht unterbrochen werden. Einrastnocken halten den Deckel bei Wartungsarbeiten an den Steckern weit geöffnet, so dass der Installateur frei hantieren kann.
NetCologne will das Glasfasernetz innerhalb der nächsten fünf Jahre auf das gesamte Stadtgebiet ausdehnen. Allein in 2008 wird man rund 10′000 Gebäude an das Hochgeschwindigkeitsnetz anbinden. Alles wird hoch effizient umgesetzt. Beispiel: Die Tiefbauarbeiten zum Ausbau des Netzes beschränken sich auf Tagesbaustellen. Das Unternehmen investiert etwa 125 Millionen Euro in den Netzaufbau. Dafür erhält der Medienstandort Köln eines der modernsten Telekommunikationsnetze Europas. In der Folge entstehen in Köln weitere neue Arbeitsplätze. Mehr und mehr Firmen wollen den Standortvorteil nutzen.
Das Produkt
Miniaturisierte Verteilersysteme machen den Weg frei für Fiber To The Building (FTTB) und Fiber To The Home (FTTH). Der Schweizer Verkabelungsspezialist R&M unterstützt Netzbetreiber auf dieser Ebene mit der Venus Box FML. Das neu entwickelte, besonders kleine Spezialgehäuse kann als Übergabepunkt an Wohn- und Firmengebäuden verwendet werden. Es bietet Platz und Schutz für bis zu fünf Glasfaserabschlüssen. Mit der Venus Box FML können Netzbetreiber die Glasfaserverkabelung in der Fläche mit geringem Installationsaufwand vorantreiben.
Die letzten Meter zum Teilnehmer stellen spezifische Anforderungen an Kleinverteiler. Die Komponenten müssen besonders anpassungs- und widerstandsfähig sein. Sie sind rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Die Lösung von R&M heißt Venus. Das variable Gehäusesystem aus robustem Kunststoff hat sich bei klassischen Telefonnetzen mit Kupferverkabelung international bewährt. Es lässt sich schnell, einfach und Platz sparend an Gebäuden montieren, hat ein diskretes Design und nimmt es mit jedem Klima auf.
Mit der Venus Box FLA bietet R&M eine größere Variante für die Glasfaserverkabelung. Sie nimmt bis zu 72 durchgespleißte Fasern oder bis zu vierundzwanzig gesteckte Verbindungen auf. Auch Hybrid-Installationen sind realisierbar. Die neue Venus Box FML ist für die weitere Feinverteilung vorgesehen. Sie enthält bis zu fünf Faserabschlüsse und eine eigens konstruierte Spleißkassette mit einem Faser schonenden Biegeradius von 40 mm. Der Träger für die Kupplungen ist kompatibel mit den R&M-Stecksystemen E-2000, SC, FC und ST sowie mit E-2000 Compact, SC Compact und LC Duplex.
Umfassender Schutz der Fasern war bei der Produktentwicklung maßgeblich. Deshalb wurden die Befestigungspunkte in außen liegenden Füssen platziert. So fällt kein Staub in die Box, wenn man sie an Hauswänden fixiert. Beim Versetzen oder Demontieren der Box müssen die Steckverbindungen nicht unterbrochen werden. Eine zweite Abdeckhaube sorgt innen für den Schutz der Spleißungen und Steckverbindungen. Zusätzlicher Sicherheitsfaktor: die Innenhaube lässt sich an zwei Punkten plombieren. Das Gehäuse erfüllt die IP54-Schutzkriterien, lässt also keinen Staub und kein Spritzwasser eindringen. Der Deckel kann mit einem Zylinderschloss gesichert werden. Ein Öffnungswinkel von 130° und Einrastnocken erleichtern den Zugriff und damit Installation und Wartung.
Die Venus-Familie nimmt es mit jedem Klima auf. Die Gehäuse bestehen aus UV-stabilisiertem ASA (Acryl-Styrol-Acrylester). Dieses Material wird auch in der Automobilindustrie, in Sport und Freizeit und bei verschiedensten Installationen verwendet. Der Kunststoff ist über mindestens 20 Jahre hinweg hochgradig widerstandsfähig gegen Verwitterung, Alterung und Ausbleichen. Er ist schlag- und kratzfest sowie temperaturstabil im Bereich von -40° C bis +85° C.
Der Hintergrund
Die Next Generation Networks stellen Carrier vor grosse Herausforderungen: Sie müssen weite Bereiche ihrer Netze modernisieren bzw. die Migration zu IP zügig vorantreiben oder sogar komplett neue Infrastrukturen aufbauen, um sich in einem hochdynamischen, konvergenten Umfeld zu behaupten und neue Marktchancen zu erschliessen. Mit durchgängigen, modular aufgebauten Lösungen für alle Ebenen der passiven Infrastruktur unterstützt R&M die Carrier bei den anstehenden Veränderungen und beim Roll Out neuer Dienste.
Klassische TK-Netze wurden für spezifische Dienste wie Telefonie oder reine Datenübertragung geplant und implementiert. Wachsende Konkurrenz, neue Marktanforderungen und die technologische Entwicklung haben die traditionelle Sichtweise der Telekombranche grundlegend verändert. Breitbandanschlüsse, Konvergenzprozesse und neue Netzdesigns sind charakteristisch für das aktuelle Marktgeschehen. Auf dem Weg zu Next Generation Networks (NGN) stellt das Internet-Protokoll (IP) den wichtigsten Integrationsfaktor dar, weil es global als einheitlicher Standard vorhanden ist und sich für fast alle Dienste und Anwendungen eignet. Der Vorteil von IP-Netzen ist ihre Flexibilität und eine relativ einfache Einbindung neuer Applikationen. Der gegenwärtige strukturelle Wandel des Marktes bedeutet für viele Carrier eine technologisch wie unternehmerisch schwer kalkulierbare Übergangsphase, zumal in den meisten Fällen kein Königsweg (abgesehen von vollständig neuen Netzen) für den kurzfristigen Einstieg in die All-IP-Welt existiert.
Umso wichtiger sind Layer-1-Infrastrukturen, die sowohl vorhandene Netze als auch neue Netzdesigns unterstützen. Sie müssen den Carriern die erforderliche Flexibilität, Investitionssicherheit und günstige Kosten-Nutzen-Verhältnisse im Bereich der Verkabelung bieten.
Die R&M-Lösungen für Carrier beruhen auf dem Prinzip der Modularität und eignen sich daher für Netzbetreiber jeder Grösse, für jede Topologie und Strategie. Das Portfolio reicht von Central Office- und Hub-Lösungen über Produkte für das Haupt- respektive Verteilnetz bis hin zu Kleinverteilern, Splittern und WDMs, die speziell für xDSL- und FTTx-Anwendungen entwickelt wurden. Alle Systeme und Komponenten passen zusammen und lassen sich mit geringem Aufwand installieren, erweitern, managen und warten. Mit ihnen können Netzbetreiber ihre Modernisierungs- und Migrationsvorhaben nach Bedarf sofort und komplett oder schrittweise realisieren und so auf unterschiedlichste Marktszenarien angemessen reagieren.
Central Offices: Höhere Verfügbarkeit, schnellere Reaktion mit Fiber Optic-Management von R&M
Das Fiber Optic Management System (FOMsystem) von R&M ist auf die Erfordernisse von zentralen Netzwerkeinrichtungen zugeschnitten und für Verbindungs-, Abschluss- und Verteileinrichtungen in Highspeed-Glasfasernetzen entwickelt worden. Bis zu 960 Fasern können mit dem System bequem und schnell abgeschlossen, verbunden oder verteilt werden. Ausbau und Modifikationen von Glasfasernetzen lassen sich damit auf einfache Art vor Ort und im laufenden Betrieb durchführen. Die Schrank- bzw. Gestell-Elemente können auf die jeweilige räumliche Situation zugeschnitten werden und eignen sich daher auch für enge Kollokationsstandorte.
Zur Führung der Rangierkabel hat R&M eine schonende Mechanik eingebaut. Seitlich angeordnete Rangierkabelketten fahren beim Öffnen der Rangierfelder nach vorne und stabilisieren die Kabel. Das kontrollierte horizontale und vertikale Rangierkabel-Management sorgt für Übersicht und Sicherheit - selbst wenn es im 24-Stunden-Netzbetrieb einmal “heiss hergeht”.
Auch bei den 19″ Verteilern und Patch Panels für Central Offices und Hubs geht Flexibilität und Betriebssicherheit vor. R&M hat die Panels für das Rangieren in Fiber Optic-Verteilern auf Zuverlässigkeit und einfaches Handling getrimmt. Fachgerechte Biegeradienbegrenzung, übersichtliche Kabelführung und Kabelidentifikation, grosszügige Bündelader- bzw. Pigtail-Reserve und geringe Einbautiefe sind weitere Leistungsmerkmale der Rangierfelder.
Hochwertige Steckverbinder sind ein Schlüssel zu den Next Generation Networks. Ihre mechanische und optische Präzision hat essentiellen Einfluss auf die Bandbreite und Netzperformance. Die Carrier unterstützt R&M unter anderem mit der E-2000™ Steckerfamilie. Heute ist R&M einer von weltweit nur drei Herstellern dieses normierten Hochleistungssteckers (hergestellt in Lizenz von Diamond SA, Losone). Mit dem E-2000 Compact hat R&M den weltweit kleinsten Stecker dieser Klasse im Programm. Seine Form entspricht der RJ45-Bauweise und ermöglicht eine höhere Packungsdichte in Verteileranlagen.
Zugangsnetze: Modulare Lösungen von R&M für xDSL- und FTTx-Anwendungen
Die effiziente Nutzung von Next Generation Networks und damit der Markterfolg von neuen Services steht und fällt mit leistungsfähigen Zugangsnetzen. Neben Central Office- und Hub-Lösungen liefert R&M auch modulare Lösungen für xDSL- und FTTx-Anwendungen, mit denen Carrier die Breitbandversorgung in der Fläche vorantreiben und schneller Leistungsreserven aufbauen.
Mit der FiberCurb II Produktlinie von R&M steht Carriern eine Lösung für die dämpfungsarme Anbindung bzw. Aufteilung von Haupt- und Verzweigkabeln in Point to Point oder Point to Multi-Point Fiber Optic-Netzwerktopologien zur Verfügung. Einsatzorte sind Aussenverteiler und Cross Connection Cabinets (CCC). Das FiberCurb II Modul ist für bis zu zwölf Faserabschlüsse ausgelegt, die sich je nach Anforderung an die Steckerausgänge oder direkt an die Rangierkabel spleissen lassen. Zudem können optische Splitter eingebaut werden. Mit einem Mindestbiegeradius von 40 Millimetern bietet das Modul erhöhte Sicherheit in Verteilkabinen und Aussenverteilern.
Die FTTx Spleissmuffen von R&M für die Feinverteilung im Aussenbereich - sei es unter- oder überirdisch - bieten Platz für bis zu 144 Spleissverbindungen auf kleinstem Raum. Weitere Merkmale sind: werkzeugfreie Montage, stufenweise Zuschaltung von Anschlusskabeln und ein langzeitstabiles Verschlusssystem mit wiederverwendbaren Dichtungen, das die Anforderungen gemäß Schutzklasse IP68 erfüllt. Falls nötig, kann der Verschluss plombiert oder mit einem Schloss versehen werden. Besonders wichtig bei Arbeiten im Aussenbereich ist der Schutz der Kabel vor mechanischen Belastungen. Deshalb verfügen die FTTx Spleissmuffen über einen speziellen Zugangsring, der die nötige Zugentlastung gewährleistet. Trotz kompakter Bauweise bieten die Spleissmuffen Platz für PLC Splitter.
“Glasfaserinstallationen müssen einfacher werden”, fordern viele Carrier, Netzplaner und Techniker. Eine durchaus berechtigte Forderung, der R&M mit der steckerfertigen Komplettlösung VARIOline nachkommt. VARIOline wird von R&M nach Kundenvorgaben konfektioniert und macht das Spleissen von Fasern auf der Baustelle überflüssig.
Das System eignet sich für Innen- und Aussenverkabelungen auch in rauen Umgebungen und kann aufgrund der robusten Bauweise sogar bei Frost in Rohre und Schächte eingezogen werden. Ein widerstandsfähiger Einzugschlauch, der mit einer Holländer-Verschraubung am Kabelmantel angebracht ist und verdrehungsfrei abgezogen werden kann, schützt die Faserenden und Stecker. Ein spezieller Aufteiler fixiert die Bündelader und sorgt für eine belastungsfreie Führung der Fasern.
R&M liefert VARIOline mit zwei bis 24 Fasern auf der Basis von Gel-gefüllten Bündeladern. Individuelle Konfigurationen können Planer über ein Tabellenprogramm zusammenstellen. Man bestimmt Anwendung und Länge der geplanten Verkabelung, Typ und Anzahl der Fasern und Stecker sowie die Peitschenlängen. Nach der Konfektionierung der gesamten Kabelverbindung im R&M-Werk in Wetzikon (Schweiz) wird jede Faser auf ihre Übertragungsqualität (Dämpfungswerte) überprüft; ein Messprotokoll liegt jeder VARIOline Verkabelungseinheit bei.
Fiber to the Home und Fiber to the Building: Venus Boxen machen den Weg frei
Glasfaser bis in jedes Haus? Damit Carrier auch diese Hürde leichter überspringen, hat R&M schnell installierbare Lösungen entwickelt. In Fiber to the Building (FTTB) und Fiber to the Home (FTTH) Architekturen machen Kleinverteiler in Venus Boxen den Weg frei. Damit lassen sich zukunftsfähige, breitbandige Netzzugänge auch kurzfristig und dynamisch realisieren - für Carrier ein Chance, um die Fülle neuer Netzdienste flexibel am Markt platzieren zu können.
Die Venus Boxen werden mit kompakten Fiber Optic-Kleinverteilern in oder an Gebäuden installiert. Sie schützen die Netzwerkübergänge vor Umgebungseinflüssen und bilden zugleich den Übergabepunkt zur In-House-Verkabelung.
