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Österreichische Anleger von Finanzkrise unbeeindruckt

Wien (pte) - Die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten haben in Österreich nur wenig Einfluss auf die Geldanlage. 80 Prozent zeigen sich diesbezüglich unbeeindruckt und wollen ihr derzeitiges Spar- und Anlageverhalten nicht ändern, wie eine aktuelle Erhebung des Marktforschungsinstitutes GfK Austria zeigt. Nur zehn Prozent wollen ihr Erspartes in sichere Anlageprodukte umschichten. Das Vertrauen in österreichische Bankinstitute bleibt trotz Finanzkrise relativ hoch, mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Befragten vertraut ihrer Bank. In Deutschland erlitten sowohl deutsche als auch internationale Großbanken Imageverluste aufgrund von Verwicklungen in die US-Immobilienkrise.

Knapp drei Viertel der Befragten sehen der weiteren Entwicklung am internationalen Finanzmarkt “sorglos” entgegen, wie die im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen durchgeführte Befragung zeigt. Ein Viertel prognostiziert negative wirtschaftliche Entwicklungen. Der Grund für das Vertrauen in österreichische Banken und die große Zuversicht wird unter anderem auf die im Vergleich zu anderen Ländern geringen Auswirkungen der Finanzmarktkrise zurückgeführt. “Österreichische Banken sind weitgehend von großen Verlusten verschont geblieben. Zudem wurde über die internationalen Finanzmarktentwicklungen intensiv berichtet, wobei diese nur für einen kleinen Teil der Österreicher spürbar waren”, sagt Christian Hromatka, Sprecher der Erste Bank, gegenüber pressetext.

Langfristig verstärkte Tendenzen hin zu sicheren Anlageformen seien durch die aktuelle Krise jedoch nicht zu erkennen. “Die Befragten haben angegeben, sich zu einem späteren Zeitpunkt sehr wohl Wertpapierzukäufe vorstellen zu können und das Ersparte derzeit in sicheren Anlageformen zwischen zu parken”, so Hromatka. Auch wenn aus aktuellem Anlass nur zehn Prozent der Österreicher ihr Geld in sichere Anlageformen verschieben wollen, zählen sichere Anlageprodukte allgemein zu den beliebtesten Sparformen. 46 Prozent sehen das Sparbuch, 48 Prozent den Bausparvertrag als derzeit sicherstes Anlageprodukt.

In Deutschland zeigte bereits im April eine im Auftrag der RWGV und der WGZ Bank erstellte GfK-Studie, dass vor allem das Image internationaler Großbanken durch die Subprime-Krise angeschlagen ist. Diese verloren bei 43 Prozent der Deutschen an Sympathie, bei deutschen Großbanken gaben 35 Prozent eine verringerte Sympathie an. Knapp ein Drittel der deutschen Bevölkerung hält heimische Großbanken zudem für weniger professionell als vor der Krise.


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Mai 9, 2008 - Verfasst von newscologne | Handel, Unternehmen | | Keine Kommentare

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