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EnviTec Biogas sucht Alternativen zu teuren Rohstoffen

Lohne (pte) - Der Biogasanlagen-Hersteller EnviTec Biogas hat im Geschäftsjahr 2007 ein profitables Wachstum erwirtschaftet. Obwohl sich das Marktumfeld nicht zum Vorteil der Branche entwickelt hat, konnte das Unternehmen im Umsatz um satte 31,5 Prozent auf 132,4 Mio. Euro zulegen. Damit bewegt sich EnviTec Biogas im Rahmen der Erwartungen, die zwischen 130 Mio. und 140 Mio. Euro angesiedelt waren. Besonders im zweiten Halbjahr hatte der Betrieb mit einem deutlichen Nachfragerückgang zu kämpfen, der das Ergebnis beeinträchtigte. “Die leicht rückläufigen Margen sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Zum einen wird der Eigenbetrieb mit aufgebaut. Zudem war vor dem Hintergrund der Diskussion um die Erneuerbare-Energien-Gesetzesnovelle die Betriebsauslastung nicht zur Gänze gedeckt. Gleichzeitig fielen aber weiterhin Mitarbeiterkosten an”, erklärt Joanna Rode, Leiterin Investor Relations bei EnviTec Biogas, im Gespräch mit pressetext.

Neben den Geschäften in Deutschland, wo die weltweit größte Biogasanlage unter EnviTec-Regie entsteht, treibt das Unternehmen vor allem die internationale Expansion voran. So ist das Unternehmen bereits in 16 Ländern vertreten. Die wichtigsten Absatzmärkte für EnviTec Biogas befinden sich hauptsächlich in Europa. Darüber hinaus wächst der Betrieb in Emerging Markets wie Indien. Unternehmensangaben zufolge entfielen vom vorjährigen Auftragsbestand in Höhe von 122,8 Mio. Euro 36,6 Mio. Euro auf das Ausland. “In den ersten drei Monaten 2008 ist das Geschäft im Ausland deutlich besser verlaufen als im Inland, was nach wie vor auf die EEG-Diskussion zurückzuführen ist. So stieg der Auftragsbestand im Ausland seit Jahresbeginn auf 50 Mio. Euro”, heißt es von Finanzvorstand Jörg Fischer im Gespräch mit pressetext.

Das operative Ergebnis (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr von 18,5 Mio. auf 18,1 Mio. Euro leicht gesunken. Ebenfalls rückläufig verhielt sich die EBIT-Marge bei aktuell 13,6 Prozent nach 18,4 Prozent im Geschäftsjahr 2006. Dennoch kann EnviTec Biogas den Jahresüberschuss um 24 Prozent steigern und erzielt ein Ergebnis in Höhe von 14,3 Mio. Euro. “Während im ersten Halbjahr die Nachfrage nach Biogasanlagen sehr hoch war, haben wir im Herbst und Winter eine deutliche Zurückhaltung der Kunden, insbesondere im Inland, verzeichnet. Gründe hierfür sind die Diskussion über die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und die gestiegenen Rohstoffpreise”, so Olaf von Lehmden, Vorstandsvorsitzender bei EnviTec Biogas. “Wir nutzen vermehrt landwirtschaftliche Abfälle, um die teuren Preise für Weizen und andere Rohstoffe zu umgehen”, ergänzt Fischer.

Trotz anhaltender Turbulenzen im Biogas-Sektor geht der Betrieb davon aus, das derzeitige Wachstum vorantreiben zu können. “Unsere interne Struktur ist stark auf Wachstum ausgerichtet”, meint Fischer gegenüber pressetext. Das Unternehmen begrüßt die Novelle zum EEG und ist zuversichtlich, dass sich der Markt nach einer anhaltenden Flaute während des ersten Halbjahres 2008 wieder erholen wird. Aufgrund verlässlicher politischer Rahmenbedingungen würde die Einspeisung von Biogas für Produzenten an Attraktivität gewinnen.

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April 30, 2008 Verfasst von newscologne | Handel, Unternehmen | | Keine Kommentare

Siemens: Gewinneinbruch höher als erwartet

Berlin/München/Frankfurt am Main (pte) - Der deutsche Technologiekonzern Siemens muss nach einem herben Einbruch im zweiten Quartal rund zwei Drittel seines Gewinns einbüßen. Als Folge massiver Probleme im Kraftwerksbau und in der Zugsparte hat das Unternehmen zudem sein Ergebnisziel 2008 drastisch abgesenkt. Neben der Korruptionsaffäre belasten Siemens zudem Sanierungskosten für das zum Verkauf stehende Telefonanlagengeschäft SEN. Dies drückte den Gewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 412 Mio. Euro. Selbst Analysten hatten in ihren Vorhersagen mit 451 Mio. Euro weitaus optimistischere Prognosen ausgegeben. Wie Siemens heute, Mittwoch, bekannt gab, ging der operative Gewinn “nur” um ein Drittel von 1,78 Mrd. auf 1,2 Mrd. Euro zurück, der Umsatz sei jedoch um zwei Prozent auf insgesamt 18,1 Mrd. Euro angestiegen, so Siemens.

“Insgesamt ist das Ergebnis des Unternehmens auch operativ nicht wirklich befriedigend. Als positiv betrachte ich jedoch den gegenwärtigen Auftragsbestand. Dass der Gewinneinbruch so hoch ausfällt, hat viele Analysten zwar überrascht, dennoch gibt dies der Aktie wieder ein wenig Auftrieb. An diesen Strohhalm kann man sich klammern”, sagt Ascan Iredi, Leiter Aktienhandel bei der Deutschen Postbank, im Gespräch mit pressetext. Laut dem Experten seien die heiklen Themen Kraftwerksbau, SEN, Zugsparte und nicht zuletzt auch die Korruptionsaffäre nichts Neues. “Der jüngste Kontrollbericht aus den USA hat letztlich nur bestätigt, was ohnehin vermutet wurde. Somit treffen die über nahezu alle Siemens-Bereiche hinweg prognostizierten Schmiergeldzahlungen über rund 1,3 Mrd. Euro zu”, unterstreicht Iredi.

Trotz massiver Belastungen aus Großprojekten, wie Pannen bei Comino-Straßenbahnen und den Kosten für ein Transrapid-Projekt in Schanghai sowie Verlusten bei IT-Dienstleistungen, die das Unternehmen auf insgesamt 857 Mio. Euro beziffert, wurden die Zuwächse beim Auftragseingang von 15 Prozent auf 23,4 Mrd. Euro gesteigert. Dennoch blickt Siemens-Chef Peter Löscher pessimistisch in die Zukunft und stellt in Aussicht, dass das operative Ergebnis aller Voraussicht nach nur noch auf Vorjahresniveau liegen werde. Grund dafür ist die verlustreiche Verkaufsabwicklung der SEN-Sparte, was dazu beigetragen hatte, dass über 7.000 Stellen wegfallen sollen. Experten sehen Siemens jedoch auch von den zu erwartenden Kosten der Korruptionsaffäre und damit verbundener Umbauprogramme gebeutelt.

Obwohl die Überprüfung der Problemprojekte Löscher nach bereits abgeschlossen sein soll, scheinen die Erwartungen bezüglich einer Gewinnsteigerung in 2008 angesichts der Querelen vorerst in den Wind geschrieben, so Insider. Überraschend gut lief das Geschäft hingegen in der Sparte Automatisierungstechnik, der Medizintechnik und der Sparte Energieübertragung. Für den Konzernumbau sowie die Folgen aus der Korruptionsaffäre belaufen sich die Kosten laut Siemens auf rund 506 Mio. Euro, die schwer auf dem Konzerngewinn lasten. Löscher zeigt sich jedoch vorsichtig optimistisch und betonte: “Wir halten an unseren Zielen für 2010 fest.” Trotz der Probleme wurden die Zahlen an der Börse weitgehend positiv aufgenommen. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:15 Uhr) notiert die Aktie mit einem leichten Plus von 1,06 Prozent bei 74,33 Euro.

Highflyer REPORT

April 30, 2008 Verfasst von newscologne | Handel, Unternehmen | | Keine Kommentare

Wacker Chemie setzt steiles Wachstum fort

München (pte) - Der Münchner Chemiekonzern Wacker setzt dem Trend des Vorjahres folgend seinen Wachstumskurs im ersten Quartal unvermindert fort. Zwar beeinträchtigt der in den vergangenen Monaten schwache Dollarkurs das Wachstum Unternehmensangaben zufolge um sechs Prozent, gegenüber dem ersten Quartal 2007 kann Wacker Chemie dennoch steigende Zahlen verbuchen. Vor dem Hintergrund höherer Absatzmengen und gestiegener Preise legt der Konzernumsatz um acht Prozent auf 1,02 Mrd. Euro zu. Ebenso wächst das EBITDA um zehn Prozent auf 291 Mio. Euro, während die EBITDA-Marge auf 28,6 Prozent steigt. “Mit dem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein”, meint Christof Bachmair, Pressesprecher bei Wacker Chemie, im Gespräch mit pressetext.

Ständig steigende Rohstoff- und Energiepreise setzen dem Sektor Chemie weiterhin stärker zu als anderen Branchen, was auf die höhere Erdölabhängigkeit zurückzuführen ist. “Die steigenden Preise sind natürlich eine enorme Herausforderung, wenngleich wir sie bisher ganz gut im Griff hatten. Dies ist auch an den Quartalszahlen ersichtlich. Teilweise wurden die angefallenen Mehrkosten an die Kunden weitergegeben und in Übereinkünften mit unseren Geschäftspartnern geregelt”, erklärt Bachmair.

“Unser Produktportfolio trifft bei unseren Kunden auf eine anhaltend hohe Nachfrage, die durch wichtige Wachstumstrends wie Energieeffizienz, die zunehmende Digitalisierung und den wachsenden Wohlstand in Schwellenländern gefördert wird”, heißt es von Konzernchef Peter-Alexander Wacker. Das Ergebnis je Aktie ist in den ersten drei Monaten 2008 um 14 Prozent auf 2,63 Euro gewachsen, womit der Konzern einen Überschuss von über 130 Mio. Euro erwirtschaften konnte. Darin sind bereits Investitionen in Höhe von 145,5 Mio. Euro und Akquisitionen im Wert von 173,4 Mio. Euro berücksichtigt.

Neben den höheren betriebsförderlichen Ausgaben, die bei dem Unternehmen angefallen sind, belasteten Wechselkurseffekte, insbesondere mit dem Dollar, das Ergebnis. “Der starke Euro ist eine große Belastung für die gesamte Branche”, so Bachmair im pressetext-Gespräch. Alles in allem erweist sich der Sektor aber als relativ robust. “Mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung besonders in Hinblick auf Subprime sind wir sehr gut zurecht gekommen”, bestätigt Bachmair. Wie sich der Chemiesektor vor dem Hintergrund der preislichen und konjunkturellen Entwicklung in den kommenden Monaten verhalten wird, sei nicht abzusehen. Dennoch blickt Wacker Chemie optimistisch in die Zukunft und erwartet, sowohl den Konzernumsatz 2008 um deutlich mehr als zehn Prozent als auch das EBITDA steigern zu können.

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April 30, 2008 Verfasst von newscologne | Handel, Unternehmen | | Keine Kommentare

Nationale Querelen bringen Ölmultis in Bedrängnis

Irving/London/Abu Dhabi (pte) - Trotz gestiegener Förderkosten profitieren Ölgiganten wie Exxon Mobil, Royal Dutch Shell oder BP weiterhin von der hohen Nachfrage sowie der Dollar-Schwäche. Wie Shell gestern, Dienstag, bekannt gab, stieg der Nettogewinn für das erste Quartal 2008 um 25 Prozent auf 9,08 Mrd. Dollar. In der Vorjahresperiode hatten die Briten “nur” 7,28 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Auch der Umsatz kletterte um 55,6 Prozent von 73,48 Mrd. auf 114,3 Mrd. Dollar. Wie das Wall Street Journal berichtet, ist es den Ölmultis angesichts der Preise für ein Barrel der Marke WTI von rund 120 Dollar noch möglich, förderbedingte Kostenfaktoren auszugleichen. “Besonders nationale Interessen erschweren die Ölförderungen. Hinzu kommen politische Unruhen in Nigeria sowie Querelen und Streiks im Iran und zuletzt sogar in Schottland”, meint Ehsan Ul-Haq, Ölmarkt-Experte und Head of Research beim Energieberatungsunternehmen JBC Energy, im pressetext-Interview.

Laut dem Experten sei im Rahmen dieses schwierigen Marktumfeldes kurzfristig nicht damit zu rechnen, dass die Preise wieder sinken. “Die Finanzkrise hat neben dem Dollar ihr übriges getan. So wird sich an der aktuellen Lage bis Oktober nichts grundlegend ändern”, so Ul-Haq weiter. Dem Analysten nach tragen jedoch auch die Olympischen Spiele zu der Situation bei. “Sind die Spiele erst einmal vorbei, dann sinkt auch die Nachfrage, sodass sich die Preise stabilisieren werden”, unterstreicht Ul-Haq auf Nachfrage von pressetext. Die Marktsituation spiegelt sich auch bei BP als zweitgrößtem europäischen Ölkonzern wider. Für das erste Quartal 2008 konnte der Nettogewinn um 63 Prozent gesteigert werden. Dabei spielen nicht nur die Preise, sondern auch moderne Technologien zur Erschließung neuer Förderregionen zunehmend eine wichtige Rolle. So vermeldet BP nach 4,66 Mrd. Dollar für die ersten drei Monate 2007 für das erste Quartal 2008 einen Nettogewinn von 7,62 Mrd. Dollar oder 40 Cent pro Aktie.

Im Zuge der Preise und Ölnachfrage, immenser Förderkosten sowie dem Streik in einer schottischen Raffinerie, der zur Schließung einer Nordsee-Pipeline geführt hat, rechnen Insider mit langfristig hohen Spritpreisen. “Meiner Meinung nach wird es noch mindestens drei Wochen dauern, bis der Betrieb in dieser Ölraffinerie wieder normal laufen wird”, gibt Ul-Haq zu bedenken. Wie das Handelsblatt berichtet, hatte es wegen des Streiks um die schottische BP-Pipeline, die eine Kapazität von 700.000 Barrel pro Tag und einen Anteil von 40 Prozent an der gesamten Produktion in Großbritannien umfasst, bereits Panikkäufe an Tankstellen sowie eine Begrenzung von Abgabemengen gegeben. Wirtschaftsminister John Hutton sieht der Situation gelassen entgegen und sicherte die ausreichende Versorgungslage mit Treibstoff zu. Auch in Nigeria begannen Exxon-Mobil-Arbeiter einen Streik. Zudem sprengte eine Gruppe radikaler Rebellen am Wochenende den Abschnitt einer Shell-Pipeline, wodurch etwa ein Viertel der offiziellen täglichen Produktion von 2,5 Mio. Barrel ausfiel.

“Der Dollarkurs treibt viele Investoren seit Monaten in sichere Anlagen wie Öl oder Gold, wodurch die Preise steigen. Das hat aber nicht vorrangig etwas mit knapper werdenden Ressourcen zu tun”, stellt Ul-Haq auf Nachfrage von pressetext klar. Dem Insider nach gilt die “Peak Oil Theory” des Ölexperten Matthew R. Simmons nur bedingt, wonach das saudi-arabische Königreich inzwischen den “Peak Point”, das Ölfördermaximum, erreicht habe. “Die Saudis haben nach wie vor immense Mengen an Öl, die sich auf rund 260 Mrd. Barrel beziffern lassen. Da die Menschen in vielen Ländern jedoch kaum etwas vom Ölgeld zu sehen bekommen, können Angriffe auf Raffinerien jeder Zeit passieren”, so Ul-Haq weiter. Wie die Financial Times berichtet, will die saudische Regierung einen eigenen Staatsfonds gründen. Das Startkapital beträgt für den Anfang “nur” 20 Mrd. Saudi-Riyal (5,4 Mrd. Dollar).


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April 30, 2008 Verfasst von newscologne | Umwelt, Unternehmen | | Keine Kommentare

Nervige Werbung erzielt größte Wirkung

London/Wien (pte) - Lästige Werbekampagnen, die Unmut beim Konsumenten erzeugen, sind gleichzeitig oft die erfolgreichsten. Im Zuge der überwältigenden Werbeflut, mit der die Öffentlichkeit heute überschwemmt wird, neigen Agenturen und Unternehmen nicht selten dazu, bewusst Grenzen zu überschreiten und grundlegende Regeln zu brechen. Häufig entspringen die so genannten Aufreger einem Marketing-Kalkül. Wie der Guardian berichtet, ging beispielsweise das Fashion-Label French Connection United Kingdom (FCUK) mit seiner provokanten Werbe-Strategie soweit, dass die Werbeaufsicht in Großbritannien grundlegend Vorab-Prüfungen der Plakat-Kampagnen auf zwei Jahre hinaus festsetzte.

“Manchmal ist es so, dass schockierende, vielleicht auch nervende Werbung kurzfristig zielgruppenaktiv Umsatzzahlen oder die Bekanntheit steigert. Ob mittelfristig für das Unternehmensimage, die weitere Produktentwicklung und Positionierung bei anderen Zielgruppen eine positive Wirkung entsteht, wage ich zu bezweifeln”, so die kritische Haltung von Konrad Maric, stellvertretender Obmann des österreichischen Fachverband Werbung, gegenüber pressetext. Zudem sei das Attribut “nervig” auch immer subjektiv und werde von den Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Grundsätzlich wirke jede Werbeform in ihrem Segment bzw. Aufgabenbereich.

Viele Werbeleute und Agenturen sehen ihre Arbeit auch als eine Form von Kunst und investieren sehr viel Kreativität in die Kampagnen. Trotzdem kommt es vor, dass gerade simple, schlecht umgesetzte und lästige Werbeschaltungen vor allem im TV einen großen Effekt erzielen und sehr vielen Konsumenten im Gedächtnis bleiben. So sind beispielsweise einfach konzipierte Putzmittelwerbungen - häufig auffallend schlecht synchronisiert - nahezu jedem TV-Zuseher ein Begriff. Dass Werbung sympathisch, liebenswert und angenehm gestaltet sein muss, diese Annahme gehöre der Vergangenheit an, meint etwa Richard Huntington, Strategy Director bei Saatchi & Saatchi.

Schock-Werbungen werden oft auch dann bewusst eingesetzt, wenn es um besonders brisante Themen geht oder ein aufklärerisches Ziel verfolgt wird - etwa bei Antiraucher-Kampagnen oder Themen wie Kindesmissbrauch. Maric geht allerdings nicht davon aus, dass Tabubrüche heute in der Werbung generell geplant werden. Es kommt sicherlich manchmal vor, dass die Überschreitung der Grenzen ein Kalkül ist. Ich habe eher den Eindruck, dass manchmal Verantwortliche sich dessen nicht bewusst sind, dass sie Grenzen überschreiten.” Die Mehrheit fühle sich einem hohen ethischen Level verpflichtet. “Jene, die absichtlich ethische Grenzen überschreiten, weil es ihnen egal ist und nur der eigene Vorteil zählt, sind sicher in der Minderheit”, so der Werbeexperte im pressetext-Interview.


klicken verboten!

April 30, 2008 Verfasst von newscologne | Kultur, Medien | | 2 Kommentare

Madonna-Konzert live auf dem Handy verfolgbar

New York (pte) - Kunden des Mobilfunkbetreibers Vodafone haben heute, Mittwoch, die Möglichkeit, ein exklusives Konzert der Pop-Diva Madonna live auf dem Bildschirm ihres Handys zu verfolgen. Direkt von der Bühne des Roseland Ballrooms in New York wird das Geschehen per Live-Stream in 14 Länder der Welt übertragen, einschließlich Deutschland. Möglich wird das Ganze durch eine Kooperation mit dem US-Betreiber Verizon Wireless und dem Musiklabel Warner Music International, die zur Promotion des neuen Madonna Albums “Hard Candy” eingegangen worden ist. Die Mobilfunkbetreiber wollen mit dem aktuellen Projekt einen weiteren Anreiz für Kunden schaffen, um diese für mobile Zusatzdienste zu gewinnen. Gleichzeitig könnten sich derartige Kooperationen zudem für die Musikindustrie als brauchbare Möglichkeit erweisen, um die im stationären Handel verbuchten Umsatzverluste besser ausgleichen zu können.

Die Live-Übertragung des Konzerts bietet Usern zusätzlich eine Reihe interaktiver Möglichkeiten. So können Vodafone-Kunden sich etwa während des Geschehens durch einen Chat kommunikativ austauschen. Vom PC aus lässt sich zudem die Kameraperspektive steuern, durch die das Treiben auf der Bühne betrachtet wird. “Interaktivität ist als Mitmach-Möglichkeit heute ein wichtiges Thema für User. In diesem Fall erlaubt sie es ihnen, als aktiver Teilnehmer direkt in die Atmosphäre des Live-Konzerts einzutauchen, ohne selbst vor Ort zu sein”, erläutert Donges. Neben der Übertragung über MobileTV im Vodafone live!-Portal kann das Madonna-Konzert auch am PC über die Streaming-Plattform www.vodafone.com/music mittels einer speziellen PIN-Nummer angeschaut werden. “Wir haben im Vorfeld im Rahmen eines Gewinnspiels zwei VIP-Tickets mit Flug und Hotel nach New York verlost. Jeder, der an dieser Verlosung teilgenommen hat, hat von uns einen solchen Zugangscode zugeschickt bekommen”, schildert Donges.

“Der mobile Musikmarkt hat für uns einen sehr großen Stellenwert”, erklärt Bettina Donges, Sprecherin von Vodafone Deutschland, auf Anfrage von pressetext. Ein verstärktes Engagement auf diesem Sektor sei heute zunehmend von Interesse für Mobilfunkbetreiber. “Wir arbeiten mit allen großen Musiklabels zusammen und führen regelmäßige Gespräche, um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Branchen zu verbessern”, betont Donges. Gleichzeitig arbeite man aber auch an der stetigen Weiterentwicklung der mobilen Musikdienste. “Es hat sich gezeigt, dass Medienkonvergenz zur Zeit ein zentrales Thema ist”, stellt Donges fest. Den Nutzern sei es demnach wichtig, dass sie beispielsweise die Möglichkeit haben, Videomaterial nicht nur am Computer-, sondern auch am Handybildschirm verfolgen zu können.

Auch der US-Betreiber Verizon Wireless hat sich in letzter Zeit stark im mobilen Musik-Bereich engagiert. So ist man unter anderem Kooperationen mit Künstlern wie Prince, Justin Timberlake oder Shakira eingegangen. Ziel der getroffenen Vereinbarungen ist dabei in erster Linie die Promotion der hauseigenen Online-Musik-Services. Laut eigenen Angaben betreibt das Unternehmen mit mehr als drei Mio. verfügbaren Einzeltiteln den zweitgrößten Musik-Store im Internet nach Apples iTunes. Im ersten Quartal 2008 konnten in diesem Segment inklusive Klingeltönen 34 Mio. Einheiten verkauft werden. Erst kürzlich gab Verizon bekannt, dass mit mobilen Datendiensten wie Musikdownloads mittlerweile bereits über 20 Prozent der Gesamteinnahmen im Wireless-Geschäftsfeld erwirtschaftet werden. Im Durchschnitt würden dem Mobilfunkbetreiber zufolge Kunden rund zwölf Dollar pro Monat für derartige Datenservices ausgeben.


vodafone.de

April 30, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

Electronic Arts dreht virtueller Welt den Strom ab

Redwood City (pte) - Der Computerspiel-Publisher Electronic Arts (EA) hat sich überraschend dazu entschlossen, die virtuelle Welt “EA Land” komplett abzuschalten. Erst vor wenigen Wochen gab EA den Startschuss zu der neuen Version des 2002 ins Leben gerufenen “The Sims Online” und wollte mit zahlreichen neuen Funktionen die virtuelle Welt wiederbeleben. Nun teilte das Unternehmen im offiziellen Blog von “EA Land” mit, den Service Ende August dieses Jahres vollständig und endgültig einstellen zu wollen.

“Mit gemischten Gefühlen” gebe EA bekannt, dass das Experiment “EA Land” bald beendet wird, heißt es in der Mitteilung. Die Lebenszeit des Spiels sei abgelaufen und man wolle sich auf neue Ideen und innovative Konzepte konzentrieren. Eine umfangreiche Erklärung für die unerwartete Entscheidung bietet Electronic Arts bislang nicht. Weshalb nur wenige Wochen nach dem kompletten Neustart das endgültige Aus für die virtuelle Welt beschlossen wurde, bleibt offen. Es stellt sich außerdem die Frage, weshalb sich das Unternehmen den Anstrengungen und Aufwendungen eines Relaunches und Ausbaus unterzieht, wenn kurz darauf das komplette Projekt gekippt wird.

Den Fans bzw. Mitgliedern der Online-Welt scheint das bevorstehende Ende allerdings nicht besonders leid zu tun. In Kommentaren wird zwar über die Vorgangsweise spekuliert, sentimental zeigt sich jedoch kaum jemand. Eine interessante These, die von einigen Mitgliedern vertreten wird, scheint, dass EA zunächst den Namen der virtuellen Welt änderte, um dann das Projekt loszuwerden ohne der Marke “Sims” zu schaden.

Sicher ist, dass das Online-Spiel von Anfang an nicht richtig ins Laufen kam und in seiner Popularität weit hinter anderen virtuellen Welten wie etwa Second Life zurückblieb. Und obwohl es offenbar Anstrengungen dazu gegeben hat, dem Projekt neues Leben einzuhauchen, hat die Vermarktung nicht richtig funktioniert. Ganz im Gegensatz zum Computerspiel-Hit “The Sims” entwickelte sich die Online-Welt nie zu einem Erfolg.

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April 30, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

15 Jahre Internet: Vom Militärnetz zum Massenphänomen

Genf (pte) - Heute, Mittwoch, vor 15 Jahren wurde das mittlerweile unendlich erscheinende World Wide Web für die Nutzung durch die Allgemeinheit freigegeben. Das von Tim Berners-Lee 1989 als Projekt am Europäischen Kernforschungszentrum CERN entwickelte WWW hat sich seitdem in punkto Nutzerzahlen in unvergleichbar rasanter Art und Weise entwickelt. War das Internet in seinen Anfangszeiten nur dem Militär und Universitäten vorbehalten, so ist dessen Nutzung via WWW heute aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Keine andere neue Technologie hat sich so schnell zu einem Massenphänomen entwickelt. Weltweit surfen rund 1,3 Mrd. Menschen im Web. Mit dem immer größer werdenden Online-Angebot an Bild-, Ton- und Videomaterial steigt aber auch die Belastung der Infrastruktur des globalen Netzwerks. Aus den Reihen einiger Experten konnte man deshalb bereits des Öfteren die Warnung vor einem drohenden Zusammenbruch des Internets vernehmen. Der Ausbau der Netzinfrastruktur könne mit dem enorm gestiegenen Datenverkehr nicht mehr Schritt halten. Ein Kollaps des Netzes sei aus diesem Grund vorprogrammiert.

“Das Internet ist zwar noch ein relativ junges Medium, sein unglaubliches Wachstum ist aber einmalig in der Menschheitsgeschichte”, erklärt Markus Hübner, Web-Experte und Geschäftsführer der Agentur Brandflow, im Gespräch mit pressetext. Seit dem Jahr 1992 beschäftige er sich mit dem Phänomen Internet. “Das Internet ist eigentlich eine Plattform, die mehrere unterschiedliche Dienste beinhaltet. Doch erst mit der Öffnung des WWW für die Öffentlichkeit erfolgte der Startschuss seiner Entwicklung zum Massenmedium”, betont Hübner. Vor diesem Zeitpunkt sei an eine Nutzung ohne entsprechend versiertes technisches Know-how noch nicht zu denken gewesen. “Die Massentauglichkeit wurde dann erst mit der Einführung von grafischen Benutzeroberflächen erreicht”, ergänzt der Web-Experte. “Im Hintergrund ging es dabei von Anfang an um die Realisierung einer weltweiten Vernetzung”, erläutert Hübner. Diese habe sich dann bis zum Ende der 90er Jahre durchgesetzt und in weiterer Folge zur gesellschaftlichen Etablierung verschiedener Netzwerk-Dienste wie etwa dem E-Mail-Verkehr geführt.

“Als nächstes ist die Wirtschaft auf den Internet-Zug aufgesprungen und das Zeitalter der so genannten ‘New Economy’ wurde eingeläutet”, schildert Hübner. Nach einer darauf folgenden Phase der Marktbereinigung habe eine unglaubliche Explosion der technischen Möglichkeiten im Internet dann die Web-2.0-Thematik begründet. “Beim Web 2.0 geht es vor allem darum, den Endkunden und den Unternehmen Tools zur Verfügung zu stellen, die den digitalen Austausch untereinander erleichtern”, fasst Hübner zusammen. Dies sei auch die Phase, in der wir uns gegenwärtig noch befinden. “Das Internet hat auch heute noch sehr großes Potenzial. Schlagworte wie Web 3.0 lassen in Verbindung mit der Diskussion um das semantische Web noch auf einiges an Entwicklung für die Zukunft hoffen”, meint Hübner. Im Wesentlichen ginge es dabei darum, die Fülle an im Netz vorhandenen Informationen besser zu strukturieren, um somit die Suche nach bestimmten Inhalten effizienter gestalten zu können.

Die Befürchtung einiger Experten, dass das Internet schon in wenigen Jahren zusammenbrechen könnte, hat Hübner nicht. “Die heute im Netz transferierten Datenvolumen sind vor einigen Jahren auch für Experten noch nicht vorstellbar gewesen. Um dieser anwachsenden Belastung Stand zu halten, haben die Netzbetreiber die Infrastruktur - insbesondere die Bandbreiten - immer wieder erweitert”, stellt der Web-Experte klar. Wesentlich sei in diesem Zusammenhang aber vor allem der wirtschaftliche Aspekt. “Das Internet ist mittlerweile global von derart großer wirtschaftlicher Bedeutung, dass Unternehmen und internationale Organisationen keine Mühen scheuen, um seine Infrastruktur auch in Hinblick auf die Zukunft abzusichern”, so Hübner abschließend.

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April 30, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare

eBay führt PayPal-Zwang auch in Deutschland ein

Berlin (pte) - Die deutsche Niederlassung des Online-Auktionshaus eBay hat eine verpflichtende PayPal-Nutzung für einen Teil seiner Verkäufer angekündigt. Um eine entsprechende Trennlinie zu ziehen, führt eBay verschärfte Bedingungen ein. So behält sich das Auktionshaus vor, die Handelsaktivitäten von Usern zu beschneiden. Mit dieser Beschränkung geht einher, dass eingestellte Artikel in den Suchergebnissen schlechter gereiht und der Anbieter darüber hinaus dazu verpflichtet wird, den Zahlungsservice der eBay-Tochter PayPal anzubieten.

Verkäufer müssen künftig Standardkriterien erfüllen, um uneingeschränkt handeln zu dürfen. Dazu werden folgende Maßstäbe herangezogen, die jeweils auf die vergangenen 30 Tage bezogen sind und zur Einschränkung der eBay-Verkaufsaktivitäten führen: Beschwerden in den Bereichen “Artikel nicht erhalten” und “Artikel entspricht nicht der Artikelbeschreibung”, negative oder neutrale Bewertungen sowie eine niedrige detaillierte Verkäuferbewertung von ein oder zwei Sternen. eBay erläutert in der Nachricht an seine User weiters die Konsequenzen, die Verkäufern blühen, sollten sie längerfristig unterhalb der Standardkriterien bleiben: “Rückstufung ihrer Artikel bei der Anzeige der Suchergebnisse, Limitierung ihres Handelsvolumens oder sogar Suspendierung des Verkäuferkontos.” Ab Ende Mai sei zudem PayPal als Zahlungsoption zum Schutz von Käufern erforderlich.

Erst vor drei Wochen sorgte die australische eBay-Niederlassung mit einer Mitteilung an seine User für Aufsehen. Neben der Barzahlung wird ab 17. Juni 2008 einzig PayPal als Transaktionsmethode akzeptiert. Bei eBay Deutschland hieß es in einer ersten Reaktion, dass es sich um eine rein australische Entscheidung handle und für den heimischen Marktplatz keine ähnlichen Schritte zu erwarten seien. “Es gibt keine konkreten Pläne für andere eBay-Marktplätze”, so eBay-Sprecherin Maike Fuest damals auf Anfrage von pressetext. Gestern Abend erhielten die deutschen eBay-User jedoch eine E-Mail, die über die neuen Bestimmungen informiert. Als Begründung für diese Maßnahmen führt eBay Deutschland wie auch schon die australischen Kollegen eine Erhöhung der Sicherheit durch diese Maßnahmen an. Es solle das “Vertrauen der Käufer in die Attraktivität und die Zuverlässigkeit unseres Online-Marktes” gestärkt werden. Käufer, die mit PayPal zahlen, sind über den Käuferschutz bis zu 1.000 Euro abgesichert, so der Hinweis von Seiten eBays.

Der eBay-Vorstoß in Australien wurde von Brancheninsidern bereits als Experiment eingestuft, das - sofern erfolgreich - auf andere Marktplätze ausgeweitet werden könnte. Mittlerweile hat sich jedoch auch die australische Wettbewerbsbehörde eingeschaltet und prüft den Zwang zur PayPal-Nutzung. Daher agiert man hierzulande offenbar vorsichtiger, zumal eine ähnliche Regelung in der EU ebenfalls die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen könnte.


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April 30, 2008 Verfasst von newscologne | Handel, IT | | Keine Kommentare

Malware wird mit Lizenzbestimmungen ausgeliefert

Ismaning (pte) - Moderne Malware-Schreiber haben ebenso wie Autoren legaler Software finanzielles Interesse an ihren “Produkten”. Die Cybercrime-Profis verhalten sich daher wie ganz normale Geschäftsleute. “Ähnlich wie Entwickler von legaler Software versuchen auch Kriminelle meistens, eine Lizenz- oder Copyright-Vereinbarung in ihre Programme einzubauen”, beschreibt Guy Bunker, Sicherheitsexperte bei Symantec, gegenüber pressetext. Auf legalem Wege können Malware-Autoren ihre “Copyrights” allerdings nicht durchsetzten. Der Autor des Bot-Pakets “Zeus” droht daher bei “Lizenzverstößen” mit Informationsweitergabe an Antiviren-Hersteller, berichtet Symantec-Forscher Liam O’Murchu.

Verbote der kommerziellen Redistribution und der Code-Analyse sind gängige Lizenzbestimmungen bei legaler proprietärer Software. Sie finden sich aber auch in Malware-Paketen. “Auf diese Weise können die Autoren belegen, dass sie das entsprechende Programm geschrieben haben”, meint dazu Bunker. Aus dem russischen Sprachraum kommt das Bot-Paket Zeus, dessen Autor laut O’Murchu folgende interessante Passage in seine Lizenzbestimmungen eingebaut hat: “Bei bemerkten Verstößen gegen die Vereinbarung verliert der Kunde jeglichen technischen Support. Außerdem wird der Binärcode seines Bots sofort an Antiviren-Anbieter geschickt.” Geholfen habe das freilich nichts, so O’Murchu - das Paket sei im Untergrund kurz nach der Veröffentlichung frei getauscht worden.

Dass Malware-Autoren auf “unerlaubten Gebrauch” ihrer Software tatsächlich mit der Weitergabe von Informationen an Antiviren-Hersteller reagiert hätten, sei ihm bisher nicht bekannt, so Bunker. “Wenn unsere Virenforscher neu entdeckte Schadprogramme untersuchen, gibt es aber immer wieder solch amüsante Entdeckungen”, fügt der Sicherheitsexperte hinzu. Doch haben solche Funde einen sehr ernsten Hintergrund. “Diese Lizenzvereinbarungen weisen vor allem darauf hin, dass kriminelle Programmierer keine Skrupel haben, Code aus allen Quellen zu verwenden, die sie nur finden können”, warnt Bunker.

Eine der Lizenzbestimmungen von Zeus verbietet auch, die Control Panel des Tools zur Kontrolle anderer Botnetze zu verwenden. Tatsächlich würden Cyber-Kriminelle miteinander um die Kontrolle kompromittierter Computer “kämpfen”, so Bunker. “Zum Beispiel suchen sie nach Schwachstellen im Code der Bot-Programme, um auf diese Weise die Computer von anderen Gruppen zu übernehmen”, beschreibt er. “Dabei geht es allerdings nicht um Lizenzvereinbarungen, sondern um die Kontrolle über möglichst viele Computer, um auf diese Weise Geld zu machen”, so der Sicherheitsexperte abschließend.

April 30, 2008 Verfasst von newscologne | IT, Medien | | Keine Kommentare