Verfasst von: newscologne in: April 11, 2009
Frankfurt (pte) – Entgegen der weitläufig nachlassenden Preisentwicklung bei Agrarrohstoffen hat Zucker dem Druck der internationalen Märkte standgehalten. Trotz des Abwärtstrends zeigt das Naturprodukt Wertsteigerungen auf und entkoppelt sich von den übrigen Rohstoffmärkten. Analysten zufolge ist sein Preispotenzial noch nicht ausgereizt. Dabei konnte das Zuckerkontrakt No. 11 seit Dezember bereits um mehr als 20 Prozent an Wert gewinnen, berichtet das Handelsblatt. Spekulanten, die auf eine Preisrallye hoffen, haben den süßen Markt für sich entdeckt und könnten in den kommenden Monaten noch deutliche Gewinne einfahren.
Während die vergangenen beiden Jahre von einer Zucker-Übererzeugung geprägt waren, ist im Produktionsjahr 2008/09 vom größten Ernteeinbruch der Marktgeschichte auszugehen. So dürfte etwa die Rohrzuckerernte Indiens Schätzungen zufolge um bis zu zehn Mio. Tonnen einknicken. Ebenso werde die Produktion am weltweit drittgrößten Standort China schrumpfen. Die 2004 vonseiten der EU eingeleitete Marktreform bremse darüber hinaus die europaweite Zuckerproduktion. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre zeigte der Markt um mehr als sechs Mio. Tonnen Rübenzucker rückläufige Tendenzen. 2008/09 wird ein Aufkommen von nur mehr 15 Mio. Tonnen erwartet. Damit könne eine Trendwende im Zuckermarkt bevorstehen. Aufgrund des möglichen Ernte- und Produktionslochs sei auch im Folgejahr 2009/10 noch mit Preissteigerungen zu rechnen.
Der Preisauftrieb des Rohstoffs habe zuletzt zwar leicht nachgelassen, da ein stärkerer Einfluss der Rezession auf den Zuckerverbrauch nicht auszuschließen sei. So schwankt das Naturprodukt derzeit bei einem Wert zwischen zwölf und 13 Cent je Pfund. Ein schwerer Nachfrageeinbruch sei hingegen nicht zu befürchten, weshalb der Preis anders als die üblichen Agrarrohstoffe einer relativen Stabilität unterliege. Die Zuckernachfrage reagiere in entwickelten Ländern üblicherweise kaum auf konjunkturelle Veränderungen. Allerdings können sich Wachstumsschwankungen in den Schwellenländern dem Zuckerhandels- und -analysehaus Kingsman zufolge auf den Verbrauch auswirken. Der Bedarf an weltweit gehandeltem Zucker könnte dadurch geringere Steigerungen verzeichnen als in krisenfreien Jahren üblich. Zudem spielt Brasilien als bedeutendster Zuckerproduzent eine tragende Rolle. Ein dort mögliches Ernteplus könnte das asiatische Produktionsloch decken. Spekulanten setzen trotz Krise derzeit hingegen auf eine Preisrallye im süßen Markt.
Verfasst von: newscologne in: März 2, 2009
Hannover (pte) – „Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen steht die ITK-Branche relativ gut da. Im Vergleich zu den Krisenjahren 2001/2002, als die Branche Auslöser einer Krise war, kann und wird sie in der derzeitigen Situation einen entscheidenden Beitrag zur Lösung leisten.“ Zu dieser Einschätzung gelangte der BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer anlässlich der Jahrespressekonferenz des BITKOM heute, Montag, auf dem CeBIT-Messegelände in Hannover. Der Bundesverband hält zudem an seiner Prognose fest, dass der deutsche Gesamtmarkt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik das Vorjahresniveau von rund 145 Mrd. Euro halten wird. International gelten in erster Linie Asien und Lateinamerika als Hoffnungsträger
Im Detail sind die Zahlen allerdings nicht ganz so positiv. So schwächelt vor allem die digitale Unterhaltungselektronik mit einem prognostizierten Umsatz-Minus von 2,5 Prozent auf rund zwölf Mrd. Euro. Und auch im Telekommunikationsmarkt werden die Umsätze 2009 laut BITKOM um 1,2 Prozent auf rund 65 Mrd. Euro sinken. Dafür sei aber weniger die Wirtschaftskrise als vielmehr der scharfe Preiswettbewerb sowie die verfehlten Markteingriffe der EU verantwortlich. „Faktum ist, dass der Branche durch die EU-Politik Mrd.-Beträge entzogen wurden, die gerade auch in der gegenwärtigen Situation im Infrastrukturbereich benötigt werden“, meint Scheer gegenüber pressetext. Es könne zudem nicht sein, dass internationale Roaminggebühren in manchen Ländern niedriger ausfallen als die nationalen Gebühren. Das gehe zulasten der Netzqualität, pflichtet BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder bei.
Als potenziellen Retter der ITK-Branche ortet der Branchenverband die IT-Branche, deren Umsatzvolumen 2009 im deutschen Markt um 1,5 Prozent auf rund 67 Mrd. Euro steigen soll. Vor allem der Outsourcing-Markt werde gegen den Trend um voraussichtlich sieben Prozent auf 14,6 Mrd. Euro anwachsen. IT biete Unternehmen gerade in der Krise die Chance, Kosten zu senken, indem Geschäftsprozesse verschlankt, standardisiert und beschleunigt werden können, erklärt Scheer. In diesem Zusammenhang begrüßte der BITKOM-Präsident ausdrücklich das Konjunkturpaket, aber auch die Breitbandstrategie der Bundesregierung. Gleichzeitig wurden jedoch auch „zusätzliche Anstrengungen bei der Umsetzung“ gefordert.
Während der Branchenverband vor allem das Positive in der derzeitigen Situation hervorstreicht, ist die generelle Stimmung in der Branche weiterhin schlecht. So rechnen laut einer neuen Umfrage rund 44 Prozent mit Umsatzeinbußen bzw. können eine schlechtere Auftragslage bereits bestätigen. Vor allem kleinere und mittelständische Firmen bekommen die Krise offenbar erst jetzt so richtig zu spüren. „Wir sehen deutlich, dass inzwischen Unternehmen aller Größenklassen von der Wirtschaftskrise ähnlich betroffen sind. Als positiv ist allerdings zu vermerken, dass der negative Trend im Februar deutlich abgeflacht ist und fast die Hälfte der Unternehmen noch in diesem Jahr mit einer Trendwende rechnet“, zeigt sich Scheer zuversichtlich.
Verfasst von: newscologne in: März 2, 2009
Cambridge (pte) – Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeiten an einer Software zur Unterstützung von Gehörlosen beim Lippenlesen. Sie wandelt Schallwellen mithilfe eines taktilen Geräts in fühlbare Vibrationen um, die es erleichtern, rein optisch schwer unterscheidbare Laute auseinander zu halten. Solch eine technische Hilfe wäre deutlich billiger als eine Hörprothese in Form eines Cochlea-Implantats. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Team hofft, seine Software für Handys umzusetzen. „Jeder, der ein Smartphone besitzt, hat bereits viele zum Ausführen des Programms erforderliche Ressourcen“, so Projektmitarbeiter Ted Moallem. Dazu zählen das Mikrophon, die Möglichkeit zur digitalen Signalverarbeitung sowie ein einfaches Vibrationssystem.
Beim Lippenlesen sind bestimmte Konsonanten wie „p“ und „b“ kaum voneinander zu unterscheiden. Ein taktiles Gerät hilft dieses Problem zu lösen, indem es solche sprachlichen Nuancen in fühlbare Vibrationen übersetzt. Ein Vorteil eines taktilen Hilfsgeräts wäre laut Moallem, dass Gehörlose zwanglosen Unterhaltungen leichter folgen könnten, ohne sich all zu intensiv aufs Lippenlesen konzentrieren zu müssen. Zwar kommen laut MIT-Projektleiterin Charlotte Reed seit Jahrzehnten taktile Hilfen zum Einsatz, doch hoffe man, mithilfe verbesserter akustischer Signalverarbeitungssysteme taktile Hinweise zu bieten, die speziell als Lippenlese-Hilfe geeignet sind. Mit einem Laborgerät, das klar unterscheidbare Vibrationsmuster an drei Finger schickt, wurde in einer ersten Studie untersucht, wie gut Gehörlose solche Vibrationen interpretieren können.
Langfristig hoffen die Forscher eine Software zu entwickeln, die moderne Handys zur Lippenlese-Hilfe macht. „Diese Software würde Signale erstellen, die das Vibrationssystem des Mobiltelefons ansteuern oder auch ein externes Vibrationsgerät, dass über den Audio-Ausgang des Smartphones damit verbunden wird“, erläutert Reed gegenüber pressetext. Die Software zur taktilen Hilfestellung könnte dann als Download auf einer Webseite angeboten werden. „Gehörlose könnten die Webseite besuchen, die Software herunterladen und diese würde damit zu einer der verfügbaren Optionen auf ihrem Gerät“, meint Reed.
Mit dem Cochlea-Implantat gibt es zwar bereits eine technische Hörprothese, die relativ große Erfolge erlaubt. „Mit der derzeitigen Implantats-Generation können taube Kinder, welche die Implantate mit etwa zwei Jahren bekommen, sehr gut lernen zu sprechen und Sprache zu verstehen“, sagt Reed. Allerdings sind Cochlea-Implantate nicht für alle Betroffenen geeignet und manche Gehörlose möchten diese Geräte nicht. Außerdem sind die Hörprothesen mit relativ hohen Kosten für das Gerät selbst und die erforderliche Operation verbunden, was besonders in Entwicklungsländern ein Problem ist. In all diesen Fällen können taktile Hilfsmittel von großem Wert sein, ist Reed überzeugt.
Verfasst von: newscologne in: März 2, 2009
Hannover (pte) – Der deutsche Navigationsgeräte-Hersteller Navigon hat heute, Montag, sein neues Produkt-Line-up für 2009 präsentiert. Pünktlich zum morgigen CeBIT-Start in Hannover wartet Navigon mit einer Reihe von Funktionsneuerungen auf, die das Autofahren noch bequemer und sicherer gestalten sollen. Mit MyRoutes kommt erstmals standardmäßig ein Feature zum Einsatz, das den persönlichen Fahrstil des Nutzers berücksichtigt. Die daraus resultierenden Routenempfehlungen werden neben dem individuellen Fahrverhalten auch durch den gewählten Wochentag und die Tageszeit beeinflusst. Neben dieser Route werden bis zu zwei Alternativvorschläge präsentiert, aus denen der Fahrer wählen kann.
„Schon ab dem ersten gefahrenen Kilometer sammelt das Navigationsgerät individuelle Daten des Fahrers wie bevorzugte Geschwindigkeiten und Straßentypen und ersetzt sukzessive die im System hinterlegten Durchschnittswerte. Das ist ein großer Schritt in Richtung effizienterem Fahren“, erklärt Navigon-Sprecher Michael Hoffmann im Gespräch mit pressetext. So soll das neue Feature Fahrern als wichtiges Instrument dienen, um sprit- und kostensparend unterwegs zu sein. Weiteres Ausstattungsmerkmal aller vorgestellten Modelle ist ein cleveres Parking-System. Dieses teilt dem Fahrer mit, welche Parkmöglichkeiten es in der Umgebung gibt und liefert Zusatzinformationen zu Adresse, Öffnungszeiten und Preisen.
Als praktisches Feature bietet Navigon beim Großteil der vorgestellten Geräte auch eine Notfall-Hilfe an. So teilt das Navigationsgerät mit einem Knopfdruck innerhalb von Sekunden die Kontaktdaten des nächsten Krankenhauses oder der Polizei mit. Verbessert wurde auch der Fahrspurassistent, der von den Kompaktmodellen Navigon 1300 (129 Euro) und 2310 (169 Euro) über die Mittelpreismodelle 4310 max (229 Euro) und 4350 max (259 Euro) bis zum Highend-Gerät 7310 für ein übersichtlicheres Fahrvergnügen sorgt. So werden nun drei statt bisher zwei folgende Fahrmanöver im Voraus angezeigt. Darüber hinaus wurde die Darstellung der Fahrspuren noch übersichtlicher gestaltet, um auch bei Kreuzungen die gewünschte Abzweigung frühzeitig vorbereiten zu können.
Beim Highend-Modell 7310, das ab dem zweiten Quartal für 349 Euro erhältlich sein wird, setzt Navigon auf eine komplette 3D-Visualisierung. So stellt die Software Gebäude, Landschaften und Sehenswürdigkeiten realistisch und dreidimensional dar. „Die realistische Aufbereitung auf dem Bildschirm spart Zeit und Aufmerksamkeit, da es dem Fahrer den Abgleich zwischen dem virtuellen Bild auf dem Navigationsgerät und der tatsächlichen Umgebung erleichtert“, sagt Hoffmann. Auch Tunnels und Brücken ließen sich durch die 3D-Darstellung früher und besser erkennen, so der Navigon-Sprecher gegenüber pressetext.
Während eine erweiterte Sprachsteuerung dem Highend-Modell vorbehalten ist, sind alle neuen Modelle mit dem Feature MyReport ausgestattet. Dieses lädt dazu ein, auch selber zur Aktualisierung von Kartenmaterial und Informationen beizutragen, sollten diese sich in der Zwischenzeit geändert haben. Wer auf fehlerhafte Straßennamen, neue Tempolimits oder Einbahnstraßen stößt, kann diese Infos während der Fahrt einfach speichern und später via Internetverbindung über seinen PC an das Navigon melden. Die Daten werden anschließend überprüft und fließen schließlich in das Aktualisierungsprogramm FreshMaps ein, das gegen ein einmaliges Entgelt von 19,95 Euro zwei Jahre lang die Karten auf den neuesten Stand bringt.
Verfasst von: newscologne in: März 2, 2009
Singapur (pte) – Spätestens in fünf Jahren werden rund zwei Drittel des weltweiten mobilen Datenverkehrs auf Videoinhalte entfallen, zeigt der neueste Visual Networking Index (VNI) Mobile Forecast von Cisco. Europäer werden laut des Reports mehr mobile Videos konsumieren als US-Amerikaner. Weltweit rechnet Cisco bis 2013 mit einem 66-fachen Anstieg des mobilen Datenverkehrs im Vergleich zum Jahr 2008. Das Wachstum wird dabei jedoch regional unterschiedlich ausfallen, zeigt der Bericht. Cisco sieht die Ergebnisse der Studie als einen Hinweis für die Provider, dass diese die steigende Nachfrage nach Bandbreite bedenken müssen, wenn sie ihre Netzwerkarchitektur planen, berichtet MIS Asia.
Als Vorreiter beim mobilen Breitband gilt der Asien-Pazifik-Raum, der bis 2013 für rund ein Drittel des weltweiten mobilen Datenverkehrs verantwortlich sein wird und damit auch das zweitschnellste Wachstum vorweisen kann. Überholt wird die Asien-Pazifik-Region nur knapp durch Lateinamerika mit einem vorhergesagten Wachstum von 166 Prozent. Weltweit rechnet Cisco für das Jahr 2013 mit einem monatlichen mobilen Datenverkehrsaufkommen von über zwei Exabyte. Das entspricht der Datenmenge von rund 250 Mio. DVDs. „Die Ergebnisse des VNI-Berichts reflektieren den Trend der Konsumenten hin zur Nutzung einer Vielfalt von Services, Anwendungen und Geräte, die für den Anstieg an mobilem Datenverkehr verantwortlich sein werden“, meint Suraj Shetty von Cisco.
Für den vorhergesagten Anstieg werden laut Cisco vor allem Mobiltelefone mit 3G-Technologie oder höher und Laptops mit Datenkarten verantwortlich sein. Den Übergang zur 4G-Technologie hält Cisco für unvermeidlich, da die angebotenen mobilen Inhalte immer aufwendiger werden. „Infolgedessen müssen Service Provider nicht nur die Nachfrage nach höherer Bandbreite einbeziehen, wenn sie ihre Netzwerk-Architektur planen, sondern auch die Notwendigkeit höherer Netzwerkintelligenz“, so Kelly Ahuja von Cisco.
Verfasst von: newscologne in: März 2, 2009
San Francisco (pte) – Laut einer Studie geben Besitzer von Smartphones für Zusatz-Anwendungen genauso viel Geld aus, wie für die Mobiltelefone selbst. Die Untersuchung von ABI Research nennt das den „Apple App Store Effekt“, da gerade Apple für die Popularität dieser Anwendungen steht. Die Studie wurde im vergangenen November durchgeführt und hat untersucht, wie viel Geld Smartphone-Besitzer, die Zusatz-Anwendungen kaufen, innerhalb von zwölf Monaten für diese ausgegeben haben. Laut der Studie haben fast 17 Prozent zwischen 100 und 499 US-Dollar für die Anwendungen ausgegeben. Die Mehrheit hat innerhalb eines Jahres Smartphone-Anwendungen im Wert von bis zu 100 US-Dollar gekauft, berichtet The Industry Standard.
„Apple hat für den Markt im letzten Jahr viel getan, mit seiner massiven Marketingkampagne, die den Leuten klar machen soll, wie großartig mobile Inhalte sind“, meint Jeff Orr, Analyst bei ABI Research. Diese Kampagne hat sich laut Orr auch auf andere Smartphone-Hersteller und Anwendungsentwickler übertragen. Auch auf Plattformen, die nicht zu Apple gehören, war ein Anstieg bei den Verkäufen und Downloads in der Smartphone-Kategorie zu bemerken, da Apple dafür in der Öffentlichkeit ein größeres Bewusstsein geschaffen habe. Auch Nokia, Palm, RIM und Samsung springen nun auf den Trend auf und haben angekündigt, noch dieses Jahr Online-Shops für Smartphone-Anwendungen zu starten.
Die Höhe der Ausgaben für Smartphone-Anwendungen ist insofern erstaunlich, als im Apple App Store viele Anwendungen nicht mehr als einen US-Dollar kosten. Ende Dezember 2008 haben dort 96 Prozent weniger als 10 US-Dollar gekostet. Doch nicht überall sind Smartphone-Anwendungen so billig. Bei dem Rest der Anbieter liegt der durchschnittliche Preis zwischen 7 und 25 US-Dollar. In Zukunft werde sich der Preis für diese Anwendungen wieder dem Durchschnitt des Geschäftsfeldes anpassen, meint Orr. Der offene Markt, wo die Entwickler den Preis festlegen, werde Oberhand gewinnen. ABI schätzt, dass die Verkäufe von Smartphone-Anwendungen von mehreren Millionen US-Dollar in diesem Jahr auf eine Höhe von mehr als einer Milliarde US-Dollar im Jahr 2010 steigen werden.
Verfasst von: newscologne in: März 2, 2009
San Francisco (pte) – Echte Bekenntnisse und persönliche Geständnisse sind im Internetzeitalter nicht länger auf Reality-TV-Shows, kirchliche Beichten oder Tagebucheinträge beschränkt. Heute kann jeder, der sich etwas von der Seele reden will, dies ohne Probleme auch im Web tun. Dass diese Möglichkeit von den Nutzern sehr gerne in Anspruch genommen wird, zeigt das Beispiel des Online-Dienstes SecretTweet, der seit geraumer Zeit steigende Zuwachsraten verzeichnet. Auf der entsprechenden Webseite werden Bekenntnisse jeder Art gesammelt und anschließend auf dem bekannten Micro-Blogging-Portal Twitter veröffentlicht. „SecretTweet wurde entwickelt, um Twitter-Usern die Möglichkeit zu geben, persönliche Geheimnisse anonym miteinander zu teilen“, erklären die Verantwortlichen auf der eigenen Homepage.
Über 25.000 solcher namenlosen Bekenntnisse sind derzeit bereits abgegeben worden. „Die Tatsache, dass jeder unsere Seite nutzen kann, um seine aktuellen Gedanken auszudrücken, ohne Angst vor sozialer Zurückweisung haben zu müssen, kommt bei den Usern sehr gut an“, stellt SecretTweet-Betreiber Kevin Smith gegenüber der New York Times fest. Laut dem 21-jährigen Grafikdesign-Studenten aus West Virginia, der den Online-Geständnis-Dienst lediglich nebenbei in seiner Freizeit entwickelt hat, werden gegenwärtig im Durchschnitt an die 600 neue Geheimnisse pro Tag auf dem Portal veröffentlicht. Ausschlaggebend für die große Beliebtheit des Angebots bei den Nutzern sei vor allem die Anonymität, die SecretTweet den Usern bieten könne. „Die Postings auf unserer Seite stammen von namenlosen Usern, die über ihre IP-Adresse nicht identifiziert werden können“, betont Smith. Auf diesem Versprechen fuße das gesamte Konzept des Geständnis-Portals.
„Der Begriff der ‘Anonymität’ hat im Internetzeitalter eine völlig andere Bedeutung bekommen. Während er in der realen Welt in erster Linie beschreibt, ob jemand durch persönliche Dokumente oder Bekanntschaft identifiziert werden kann, sind im Web-Kontext vor allem die Datenspuren gemeint, die User hinterlassen“, stellt Hans Zeger, Obmann der Arge Daten, im Gespräch mit pressetext fest. Diese würden im Grunde bei jeder Art von Online-Tätigkeit entstehen. „Mit genügend Motivation und Aufwand lassen sich diese Spuren ohne weiteres aufspüren“, meint Zeger. Insofern sei Anonymität im Web fast unmöglich. „Andererseits können die Nutzer aber auch mit einem gewissen technischen Aufwand dafür sorgen, dass solche Versuche der Spurensuche ins Leere laufen“, merkt Zeger an. Ob sich jemand im Fall von SecretTweet auf das Anonymitätsversprechen der Betreiber verlasse oder nicht, hänge im Endeffekt vom Vertrauen des jeweiligen Users ab, der auf den ‘good will’ des Anbieters angewiesen sei. „Man weiß nie, ob derartige Versprechen auch eingehalten werden“, so Zeger abschließend.
Verfasst von: newscologne in: März 2, 2009
London (pte) – Die britische Boulevardzeitung „Mail on Sunday„ muss sich öffentlich beim aktuellen James-Bond-Darsteller Daniel Craig entschuldigen. Wie das zuständige Kontrollorgan in Großbritannien, die Press Complaints Commission (PCC), feststellt, hat die Zeitung die Privatsphäre des Schauspielers verletzt. Im Zentrum der Aufregung steht dabei ein Artikel aus dem Oktober des Vorjahres, in dem über das neue Londoner Zuhause des gebürtigen Engländers berichtet worden ist. Darin wurde zwar keine genaue Adresse, jedoch der Name des Stadtviertels und ein Foto des Gebäudes veröffentlicht, in dem Craig sein neues Apartment beziehen soll. „Der Artikel beinhaltet eindeutig zu viele Details. Es besteht deshalb die Gefahr, dass die genaue Lage des Anwesens ohne Befugnis identifiziert werden kann“, argumentiert die PCC in ihrem Urteilsspruch.
„In Deutschland wäre in diesem Fall sicherlich keine Entschuldigung nötig. Der deutsche Pressekodex verpflichtet die Medien zwar dazu, die Intimsphäre von prominenten Persönlichkeiten zu schützen, Außenaufnahmen eines Wohnorts gehören allerdings nicht dazu“, erklärt Hendrik Zörner, Pressesprecher des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), auf Anfrage von pressetext. Wird von den Medien lediglich die Außenansicht des Hauses eines Promis abgelichtet, sei das in der Regel kein Problem. „In der Praxis hängen solche Entscheidungen aber stark vom jeweiligen Einzelfall ab“, betont Zörner. Es sei jedoch ein genereller Trend zu einer restriktiveren Gesetzesauslegung und somit einem stärkeren Schutz der Privatsphäre von Prominenten zu beobachten. „Die Medien müssen heute wesentlich vorsichtiger damit sein, welche Informationen sie über einen Promi veröffentlichen als vor einigen Jahren“, gibt der DJV-Sprecher zu bedenken.
Laut Argumentation der PCC ist durch die Veröffentlichung der im Artikel enthaltenen Informationen nicht nur die Privatsphäre des Schauspielers, sondern auch dessen persönliche Sicherheit gefährdet. Diese sei in der Vergangenheit bereits des Öfteren von „übereifrigen Fans“ in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Kommission zufolge habe Craig schon mehrmals versucht, gerichtlich gegen Individuen vorzugehen, die für ihn und seine Familie ein Sicherheitsrisiko darstellten. „Was die Privatsphäre von Promis betrifft, hat es in Deutschland zuletzt einige Gerichtsurteile gegeben. Besonders interessant ist etwa das BGH-Urteil im Fall Sabine Christiansen. Die TV-Moderatorin hat vor dem BGH Recht bekommen, dass private Aufnahmen, die sie bei einer Kussszene in der Öffentlichkeit zeigen, eine Verletzung ihrer Intimsphäre darstellen“, schildert Zörner. „Letztendlich ist es aber sicher nicht die Aufgabe der Medien, die Promis vor fanatischen Fans zu schützen“, so Zörner abschließend.
Verfasst von: newscologne in: März 2, 2009
Wien (pte) – Österreichs Klein- und Mittelbetriebe (KMU) brauchen PR-Nachhilfe. Die überwiegende Mehrheit hält PR-Maßnahmen für sehr wichtig, und jedes zweite Unternehmen will seine PR-Aktivitäten ausbauen, aber nur eine Minderheit hält ihre eigenen PR-Kenntnisse für ausreichend. Das geht aus einer GfK-Studie hervor, die auf Initiative des Public Relations Verbandes Österreich (PRVA) im vergangenen Sommer durchgeführt wurde. Über 300 PR-Verantwortliche in Unternehmen von 10 bis 500 Mitarbeitern wurden hierfür befragt.
„Trotz der aktuellen Wirtschaftsflaute lässt sich ein großes PR-Potenzial bei den Klein- und Mittelbetrieben feststellen“, fasst Marktforscher Alexander Zeh von der GfK Austria zusammen. Und Martin Bredl, Präsident des PRVA, erläutert: „Die Studie zeigt, dass in den Unternehmen das konkrete Wissen um PR und der damit verbundene unternehmerische Mehrwert nur schwach ausgeprägt sind. Wir werden daher Maßnahmen setzen, um ihnen Unterstützung bei der professionellen Kommunikation zu bieten.“
Die aktuelle Gfk-Studie zeigt indirekt auch das Dilemma der PR-Branche in seiner ganzen Klarheit auf. Die Ziele der PR-Arbeit sind oft diffus, und nahezu alle Kommunikationsformen, von der klassischen Werbung über Internet, Direkt Marketing und Verkaufsförderung bis hin zum Event und zum Sport-Sponsoring werden mit „PR“ gleichgesetzt: Acht von zehn befragten KMU geben an, in ihrem Unternehmen PR zu betreiben, doch bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass sie Plakatwerbung, Radiospots oder Direkt Mailings meinen.
PR ist in den KMU zwar meistens „Chefsache“, wird aber trotzdem stiefmütterlich behandelt, befinden die GfK-Forscher. Eine eigene PR-Abteilung leisten sich nur zehn Prozent der Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeiter, der durchschnittliche PR-Aufwand pro Woche beträgt 11,5 Stunden. Nur jedes zweite Unternehmen hat ein eigenes PR-Budget, im Schnitt aber unter 20.000 Euro pro Jahr. Die beliebtesten PR-Instrumente sind Website (80%), Broschüren (78%), Kundenevents, Pressemitteilungen (76%) und Sponsoring (74%).
Die Selbsterkenntnis ist allerdings groß: Nur 17% geben an, mit Umfang und Qualität der PR in ihrem Unternehmen völlig zufrieden zu sein, 58% der PR-Verantwortlichen in den Unternehmen halten ihre eigenen PR-Kenntnisse für unzureichend. Der PRVA will daher jetzt mit Schulungsangeboten für KMU punkten, einen eigenen Informationstag starten und das „Produkt PR“ stärker profilieren. Auch will man den Sektor KMU unter den eigenen Mitgliedern promoten.
Eine von der Nachrichtenagentur pressetext in Auftrag gegebene Integral-Studie war im Vorjahr zum Ergebnis gekommen, dass der Bedarf an PR-Dienstleistern in Österreich steigt. Insbesondere mittelständische und große Unternehmen setzten verstärkt auf PR-Maßnahmen in der Kommunikation, während es bei kleineren Unternehmen Nachholbedarf gäbe. Nur jedes fünfte Unternehmen unter 20 Mitarbeitern leiste sich PR, so die repräsentative Umfrage unter 750 Unternehmen, die von der Marktforschungsgesellschaft Integral im Rahmen des Austrian Internet Monitor (AIM-Business) für pressetext durchgeführt wurde.
Verfasst von: newscologne in: März 2, 2009
London (pte) – Im Social Network Facebook treiben in letzter Zeit immer häufiger Hacker ihr Unwesen. Diese bringen Phishing-Mails in Umlauf, die darauf abzielen, die Login-Daten und persönlichen Informationen der Facebook-User zu stehlen. Das aktuellste Phishing-Mail tarnt sich als eine offizielle Warnung von Facebook und versucht dem Empfänger vorzumachen, dass er gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hat. Ausgangspunkt dieser Mails ist eine Anwendung mit dem Namen „Facebook – closing down!!!“. Neben dieser sind angeblich auch noch weitere Phishing-Anwendungen im Umlauf, berichtet PC Advisor. Facebook ist ein leichtes Ziel für Hacker, da das Unternehmen jedem erlaubt, Programme für das Social Network zu schreiben und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Wenn ein User die besagte Anwendung installiert, verschickt diese automatisch Phishing-Mails an alle Kontakte des Users. Die Mails geben an, dass der Empfänger gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstoßen hat und beinhalten einen Link, der eine Erklärung darüber verspricht, warum der Empfänger gemeldet wurde. Wenn der Empfänger auf den Link klickt, stiehlt das Programm die Login-Daten des Users und verschickt das Mail weiter. „Facebook-Fans wissen zweifellos, dass die Seite wegen ihrer Nutzungsbedingungen auf dem Prüfstand steht und die neuesten Attacken sind entworfen worden, um das voll auszunutzen“, meint Graham Cluley vom IT-Sicherheitsunternehmen Sophos.
Die Anwendung, die die Quelle des neuesten Phishing-Mails ist, wurde von Facebook bereits entfernt. IT-Sicherheitsexperten sehen das aber nur als kurzfristige Lösung. „Eines der Probleme ist, dass Facebook jedem erlaubt, ein Programm zu schreiben, und dass diese Anwendungen nicht gründlich geprüft werden, bevor sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Also auch, wenn Facebook schädliche Anwendungen ausmerzt, können neue mit einem anderen Namen so plötzlich auftauchen wie Giftpilze“, meint Cluley. Laut Berichten zirkulieren derzeit ähnliche Anwendungen mit Namen wie „My Account“ und „Reported For Rule Breaking“.